#201 erster Schreinbesuch des Jahres (Hatsumode)

Direkt nachdem der Jahreswechsel vollzogen ist, gehen viele Japaner am ersten Januar zu ihrem ersten Schrein- oder Tempelbesuch des Jahres, dem Hatsumode. Wir haben uns mit unserem ersten Schrein des Jahres etwas Zeit gelassen, denn wir waren erst am 04.01.2019 am Chitose Jingu.

Dieser Freitag war nach unser erster freier Tag. Wir standen trotzdem schon um 8 Uhr auf und aßen gemeinsam Frühstück. Danach machten wir uns auf den Weg zum Schrein. Dieser ist nur etwa 15 Minuten Fußmarsch von unserem Hostel entfernt. Kurz vor dem Schrein passierten wir ein großes Torii und am Schrein noch ein zweites.

Nachdem wir das zweite große Torii hinter uns gelassen hatten, gingen wir eine Treppe nach oben. Auf halbem Weg ist eine Waschstelle, die mit einer Schicht aus Eis überzogen ist. Dennoch waschen sich die Gläubigen hier die Hände und den Mund. Glücklicherweise bin ich Atheist und habe trockene, aber vor allem warme Hände behalten.

Am Schrein war es zwar nicht so voll, aber es war einiges los dort. Scheinbar gehen viele Leute auch noch am vierten Januar zum Hatsumode. Es wurden viele Glücksbringer für das Jahr des Schweins gekauft. Auch haben viele Leute Omikuji (Orakel, das Glück oder Pech verheißt, Glück nimmt man mit und Pech lässt man im Tempel) gekauft und dem entsprechend voll waren die Schnüre für die schlechten Omikuji.

Ich habe keine Glücksbringer oder Omikuji gekauft und auch nicht gebetet, da ich es merkwürdig finde so etwas zu tun, wenn man nicht daran glaubt. Wir haben uns nur den Schrein angesehen und den Menschen bei ihren Aktivitäten zugesehen.

Nach dem Schreinbesuch haben wir noch ein bisschen Chitose und die Aion Mall erkundet. In der Aion Mall haben wir eingekauft und beim Food Court etwas gegessen.

 

 

Habt ihr Erfahrung mit erstem Schrein-, Tempel- oder Kirchenbesuch im neuen Jahr? An welchen Gott glaubt ihr (nicht)?

 

 

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5 Gedanken zu “#201 erster Schreinbesuch des Jahres (Hatsumode)

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Tom-kun, auch wenn ich ganz grundsätzlich ganz nah bei Dir bin, wenn es darum geht, religiösen Firlefanz (an den ich auch nicht glaube) mitzumachen, fühle ich mich doch immerhin hin und wieder den landesüblichen Traditionen verpflichtet, weil ich denke, dass der Anstand es gebietet. Glücklicherweise ist Japan ein Land, dass vergleichsweise entspannt mir religiösem Dünkel umgeht – und das ist eines der Hauptargumente, die für das Land sprechen. Hier habe ich immer das Gefühl: Jeder ist willkommen, sich zu beteiligen, aber keiner wird dazu gedrängt.

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Wenn ich mit Japanern unterwegs bin, dann mache ich auch immer alles mit. Da bin ich auch ganz anständig.
      Ich finde auch dass die Japaner was Religion angeht sehr entspannt und tollerant sind.

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  2. rumiko schreibt:

    Sorry, ich schrieb bisher keinen Neujahrsgruß.
    Wünsche ich eure 2019 schön mit Glück, und zuerst die üblige Tage in Japan für euch schön sind 🙂
    Ihr habt auch einen typisch japanischen Neujahrsbesuch gemacht.
    Der Platz die Hände zu reinigen ist ganz gefroren…
    Sieht überall kalt aus!

    Gefällt 1 Person

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