#198 Weihnachtstage, Sightseeing und Abflug

Bevor das Jahr zu Ende geht berichte ich euch noch schnell was wir alles mit unserem Gast unternommen haben bevor er am 28.12.2018 wieder zurück nach Deutschland geflogen ist.

An den beiden Weihnachtstagen waren wir essen. Am ersten Weihnachtstag gab es Indisch und am zweiten Weihnachtstag Shabu Shabu. Beides ist gut für Vegetarier geeignet. Beim Inder gibt es immer ein vegetarisches Curry und beim Shabu Shabu hatten wir zwei verschiedene Brühen, eine für Fleisch und eine für Gemüse. Beide Essen waren sehr lecker, aber das Shabu Shabu war zwei Stunden All you can eat für 2800 Yen pro Person und richtig richtig gut.

Am zweiten Weihnachtstag waren wir vor dem Essen übrigens noch drei Stunden Karaoke singen. Das war für unseren Gast das erste Mal. Es hat viel Spaß gemacht. Für drei Stunden und Drink-Bar haben wir bei Manekineko etwa 1000 Yen pro Person bezahlt. Wir durften sogar unsere eigenen Knabbereien mitbringen.

Am 27.12.2018, ein Donnerstag, bin ich allein mit unserem Gast losgezogen, weil meine Freundin noch ein paar Dinge zu erledigen und auch nicht so großes Interesse an den Sehenswürdigkeiten hatte. Wir sind mit der U-Bahn und dem Bus zur Olympia-Schanze von den Olympischen Winterspielen 1972 gefahren.

Wir haben uns die Schanze aber nur von unten angesehen, denn es war um die -8°C kalt und ein wenig windig. Da hatten wir nicht das Bedürfnis Sessellift zu fahren. Stattdessen haben wir uns das Olympiamuseum angesehen. Der Eintritt kostet 600 Yen pro Person. Das Museum ist eine Mischung aus Dingen ansehen, Informationen lesen und Sachen selbst ausprobieren. Ich hatte nicht erwartet das es so interessant sein würde. Man kann Sky-Springen simulieren, sich als Eishockey-Torwart versuchen oder Viererbob fahren.

Von der Schanze dann etwa 2 km zu Fuß bis zum Hokkaido Schrein gegangen. Der Schrein ist ein größerer und war nicht sehr voll aber dennoch gut besucht, weil ja Neujahr kurz bevor steht. Viele Leute haben sich noch mit Talismanen und Neujahrsschmuck eingedeckt. Die Waschstelle vor dem Schrein war komplett vereist und trotzdem haben sich einige Leute zumindest symbolisch mit dem eisigem Wasser die Hände gewaschen. Wir haben uns den Hauptschrein angesehen die ganzen Nebenschreine aber weggelassen, weil uns langsam kalt geworden ist.

Wir sind dann vom Schrein zur U-Bahn gelaufen und bis zur Haltestelle Odori gefahren. Dort haben wir dann nach einem Restaurant gesucht und nach einigem Suchen auch eins gefunden. Wir waren im Ginza Lion. Dort gab es für meinen Freund eine Sechs-Käse-Pizza und für mich einen Haufen Fleisch und (echtes knuspriges) Brot mit Butter. Danach sind wir zurück zur Wohnung, denn am nächsten Tag war schon die Abreise.

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Am Freitag standen unser Gast und ich schon um 6 Uhr auf und machten uns mit zwei Koffern bewaffnet bei heftigem Schneefall auf den Weg zur Busstation. Zwei Koffer deshalb, weil unser Gast meinen alten Koffer mit Reiskocher und vielem anderen schon mit nach Deutschland genommen hat. Es war nicht so leicht die Koffer durch den Schnee zu ziehen und nach den 600 m waren wir richtig eingeschneit.

Die Busfahrt zum Flughafen Chitose war da eine richtige Erholung. Wir kamen etwa 8:45 Uhr an. Am Flughafen ging das einchecken und Gepäck abgeben dann recht zügig, sodass wir uns noch einen kleinen Imbiss gönnten, bevor um 10:30 Uhr der Flug ging.

Die Woche mit unserem Besuch ging schnell rum. Es war schön über Weihnachten Besuch aus Deutschland zu haben. Unser Besucher ist uns auch nicht besuchen gekommen, weil er ein besonderes Interesse an Japan hat, sondern einfach um uns zu besuchen. Danke dafür.

 

 

Welches Essen ist besser, erster oder zweiter Weihnachtstag? Welche Schreine habt ihr euch schon im Winter angesehen?

 

 

 

 

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5 Gedanken zu “#198 Weihnachtstage, Sightseeing und Abflug

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Tom-kun, da hast Du mir schon wieder was voraus: Ich war nämlich mein Lebtag noch in keinem Ginza Lion! Hat man dort denn auch (wie im Hauptgeschäft an der Ginza) Blasmusik gespielt (wegen dieser bin ich vor Jahr und Tag beim Betreten des Lokals gleich wieder rückwärts ‚rausgefallen…)?
    Ich bin ganz ehrlich: Das Shabu-Shabu hat doch deutlich interessanter und leckerer ausgesehen – besonders die rein vegetarischen Fleischanteile! Und um die drei Stunden Karaoke beneide ich Euch sowieso! Wenn es Euch wieder nach Tokyo verschlägt, müssen wir das unbedingt machen.

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Blasmusik gab es da keine im Ginza Lion, sonst wären wir sicher auch nicht reingegangen.
      Mit einem Vegetarier Shabu Shabu essen gehen ist super. Mehr Fleisch für mich 🙂
      Bei Karaoke mit dir in Tokyo sind wir dabei.

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