#181 Ankunft in Beppu – erst Hölle und dann erster Arbeitstag

Am Freitag den 26.10. sind meine Freundin und ich nach Beppu umgezogen. Wie der Umzug lief und wie uns Beppu gefällt, erfahrt ihr jetzt.

Nachdem wir am Tag zuvor schon unserer Koffer gepackt hatten, sind wir am Freitag um 7:30 Uhr aufgestanden und haben uns für unsere Abreise bereit gemacht. Um 8:45 Uhr waren wir am Bahnhof, um 9:10 Uhr für 1250 Yen pro Person einen Bus von Matsuyama zum Hafen von Yawatahama zu nehmen. Gegen 11 Uhr kamen wir in Yawatahama an und warteten dann bis um 13 Uhr unsere Fähre zum Hafen von Beppu fuhr.

Die Fähre hat pro Person 3100 Yen gekostet und für unsere beiden Koffer haben wir dann auch noch mal je 520 Yen bezahlt. Jedes andere Transportmittel nach Beppu wäre aber deutlich teurer gewesen.

Die Fähre war deutlich größer als unsere Fähre nach Hiroshima. Außerdem war sie Innen sehr viel schicker und hatte sogar erste und zweite Klasse. Wir sind natürlich zweite Klasse gereist. Die Fahrt hat fast drei Stunden gedauert und verging wie im Flug (nur eben auf dem Schiff).

Am Hafen von Beppu erwartete uns etwas regnerisches Wetter. Vom Hafen nahmen wir einen übervollen Bus, um unser Gepäck nicht zwei Kilometer zu Fuß transportieren zu müssen. Dann nur noch wenige 100 Meter zu Fuß und wir waren an unserer Unterkunft für den nächste Monat, dem Cabosu House Beppu, angekommen.

Wir checkten ein und begutachteten zuerst unser Zimmer, sowie die Gemeinschaftsräume. Unser Zimmer ist eigentlich für drei Leute, aber wir haben es für uns. Es gibt eine große Gemeinschaftsküche, einen hölzernen Mangaraum und einen hosteleigenen Onsen. Beppu ist weltweit bekannt für seine vielen heißen Quellen (Onsen).

Am Tag unserer Ankunft richteten wir uns in unserem Zimmer ein und entspannten uns im Onsen, aber schon am nächsten Tag gingen wir auf Entdeckungstour.

Wir frühstückten auswärts, da wir noch nicht einkaufen waren und machten einen etwa 12 Kilometer langen Spaziergang durch Beppu. Beppu liegt direkt am Meer, aber gleich nach der Küste geht es nach oben und nur wenige Kilometer von der Küste entfernt ist schon ein 1300 m hoher Berg. Wir sind nur einen kleineren Hügel hochgegangen, aber die Aussicht von dort war toll.

Wir gingen den Hügel auf der anderen Seite wieder runter, denn unser Ziel war eine der acht Höllen Beppus, die Bluthölle. Das ist ein kleiner See, dessen Wasser durch seine Eisenablagerungen rot aussieht und eine Temperatur von 78°C hat.

Am Sonntag war dann unser erster Arbeitstag, denn unsere Unterkunft in Beppu ist anders als alle bisherigen. Wir bezahlen hier nichts für unseren Aufenthalt. Stattdessen arbeiten wir an fünf Tagen der Woche für je drei Stunden (von 11 bis 14 Uhr) im Hostel. Die Arbeit besteht aus Zimmer aufräumen sowie Gemeinschaftsräume, Zimmer und Onsen putzen. Am ersten Tag haben wir von unserem Gastgeber erst mal alles gezeigt und auf Englisch erklärt bekommen. Mal sehen wie die Arbeit in den nächsten Tagen so wird und wie viel wir dann nachmittags noch unternehmen.

 

 

Habt ihr schon mal von Beppu gehört? Habt ihr schon mal für kostenlose Unterkunft gearbeitet?

 

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8 Gedanken zu “#181 Ankunft in Beppu – erst Hölle und dann erster Arbeitstag

  1. Tara schreibt:

    Beppu sieht super schön aus. Wenn es nicht so weit weg wäre… 🙂 Aber ein paar Stunden arbeiten, um kostenlos in einer Unterkunft verweilen zu dürfen, hört sich nach einem tollen Konzept an. Gerade für Rucksacktouristen oder Leute mit dem working holiday Visum ist das eine tolle Sache. 🙂 Viel Spaß euch!

    Gefällt 1 Person

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