#180 zwei Tage in Hiroshima

Am Montag (22.10.) und Dienstag (23.10.) bin ich mit meiner Freundin in Hiroshima gewesen. Was wir dort erlebt haben erfahrt ihr jetzt.

Hiroshima liegt auf Honshu und wir wohnen gerade auf Shikoku. Deshalb sind wir am Montag zeitig (6:30 Uhr) aufgestanden und mit der Bahn zum Hafen von Matsuyama gefahren. Von dort sind wir für 2550 Yen pro Person mit der Fähre in 2,5 Stunden zum Hafen von Hiroshima gefahren. Ich bin noch nie eine so lange Strecke mit dem Schiff gefahren und bin zum Glück auch nicht seekrank geworden.

Am Hafen von Hiroshima angekommen, haben wir uns ein Tagesticket für die Straßenbahn gekauft. Mit der Straßenbahn sind wir dann in die Stadt gefahren, um uns im Friedenspark den Atombombendom und das Kinderdenkmal anzusehen.

Nachdem ich 2015 das erste mal in Hiroshima war hatte ich beschlossen 1000 Kraniche dort hin zu bringen. Also faltete ich erst 985 und dann 1000 Kraniche. Da diese aber zu groß für die Transport waren, beschloss ich noch einmal 1000 kleine Kraniche zu falten. Bald hatte ich 1111, 1555, 1888 und dann endlich 2000 Kraniche gefaltet.

Ich habe fast 7 Monate lang eine Kiste mit 1000 Kraniche in meinem Koffer durch halb Japan getragen und nun war es an der Zeit diese endlich am Kinderdenkmal abgeben. Die Kraniche hatten die Reise nach Hiroshima in ihrer Kiste zum Glück sehr gut überstanden.

Am Kinderdenkmal gibt es neun große Plexiglas-Boxen in die man die Kraniche reinhängen kann. Meine hängen jetzt in der vierten Box von Rechts.

Ich habe sogar ein Video, wie ich die Kraniche vorm Kinderdenkmal auspacke.

Nachdem wir uns noch ein bisschen umgesehen hatten, suchten wir uns ein Restaurant zum Essen. Die Wahl viel auf ein all you can eat Sukiyaki Restaurant. Was Sukiyaki ist könnt ihr hier nachlesen. Dort haben wir für umgerechnet etwa 16 Euro soviel gegessen wie wir konnten. Es gab Getränke und Softeis gratis dazu. Das hat ausgezeichnet geschmeckt und uns so satt gemacht, dass wir für den Rest des Tages (obwohl es erst 15 Uhr war) nichts mehr gegessen haben.

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Doch der Tag war noch nicht vorbei. Wir fuhren mit der Straßenbahn aus Hiroshima heraus um gegen mit der Fähre nach Miyajima überzusetzen. Die Fahrt mit der Fähre dauert hier nur etwa zehn Minuten. Auch auch Miyajima war ich bereits bei meiner Japanreise 2015, aber ich wollte diese schöne Insel auch meiner Freundin zeigen.

Der Preis für die Fähre war übrigens mit im Straßenbahn-Tagesticket. Da es schon etwa 17 Uhr war, reichte die Zeit nur für einen kurzen Spaziergang über die Insel. Auch hatten alle Schreine und Tempel schon geschlossen. Dafür waren aber nicht mehr so viele Touristen auf der Insel und wir konnten uns das im Wasser stehende Torii am Tag, in der Dämmerung ansehen und bei völliger Dunkelheit ansehen.

Gegen 19 Uhr haben wir Miyajima wieder verlassen und sind zurück in die Stadt gefahren, um unsere Unterkunft für diese Nacht aufzusuchen. Diese war zwar lange nicht so geräumig und schön, wie unsere Wohnung in Matsuyama, aber für eine Nacht ausreichend. Außerdem hat sie nur 35 Euro gekostet.

Nach einer erholsamen Nacht haben wir uns am Dienstag die Burg von Hiroshima angesehen. Diese ist keine der 12 original erhaltenen Burgen Japans, sieht aber von Außen ganz hübsch aus. Ich ging mit geringen Erwartungen in die Burg, da ich ja wusste, dass mich innen Stahlbeton erwarten würde. So war es dann auch. Das Museum in der Burg ist aber sehenswert und die Aussicht von der obersten Etage der Burg ist ganz schön. Geht man also mit niedrigen Erwartungen in eine Stahlbetonburg können diese sogar übertroffen werden.

Nach der Burg war es Zeit zum Mittag essen. Deshalb gingen wir zur Okonomiyaki Mura, was soviel wie Okonomiyaki Dorf bedeutet. Hier gibt es 27 auf drei Etagen verteilte Okonomiayki Restaurants. Ein wares Okonomiyaki-Paradies.

Wir waren in der mittleren Etage und haben ein Hiroshima-Style-Okonomiyaki gegessen. Natürlich kann man bei der Zubereitung des Okonomiyaki zusehen. Wir hatten unterschiedliche Okonomiyaki und aßen von jedem Okonomiyaki die Hälfe. Beide waren sehr sehr gut und wahrscheinlich die besten die wir bisher gegessen haben. Zumindest was Hiroshima-Style angeht.

Nach dem Essen gingen wir noch ein bisschen durch die Einkaufsstraßen und machten uns danach auf den Weg zum Hafen, um gegen 17 Uhr mit der Fähre wieder zurück nach Matsuyama zu fahren. Etwa 20:30 Uhr waren wir wieder in unserer Wohnung.

 

 

Was war die längste zusammenhängende Zeit, die ihr auf einem Schiff verbracht habt? Wie gefällt euch unsere Unterkunft in Hiroshima?

 

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3 Gedanken zu “#180 zwei Tage in Hiroshima

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Thomas-kun, ich kann nur wieder sagen: Toll! Ich war schon ziemlich ergriffen von dem Video mit den 1000 Kranichen. Und ich alter Sack weiß noch nicht mal, wie man die faltet. Double shame on me! Deine Bilder haben mich wieder zurück nach Hiroshima gebracht.
    Zu Deinen Fragen: Sechs Tage auf dem Schiff (ähem, „Asuka II“) in japanischen Gewässern ist bisher mein persönlicher Rekord auf dem Wasser.
    Die Unterkunft „is of a particular charm“ – Ihr seid sicher schon besser untergebracht gewesen, aber was soll’s – mehr als schlafen wollt Ihr ja wahrscheinlich nicht.

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Sechs Tage ist lange. Auf der Asuka ll ging es aber sicher etwas luxuriöser zu als auf unsere Fähre. Wo ging die Fahrt den lang?
      Wir hatten tatsächlich schon bessere Unterkünfte, aber auch schon schlechtere.

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