#167 Ankunft in Kochi und die Burg von Kochi

Wir sind jetzt seit Samstag den 15.09. in Kochi auf Shikoku, der kleinsten der vier Hauptinseln Japans. Jetzt wird es Zeit, dass ich euch berichte, was in den letzten Tagen so passiert ist.

Wir sind am Samstag mit dem Zug von Nara nach Osaka und von dort mit dem Highwaybus bis nach Kochi gefahren. Die Zugfahrt hat nur etwa 40 Minuten gedauert. Mit dem Bus waren wir dann aber knapp sechs Stunden unterwegs. Mit dem Bus sind wir über die Akashi-Kaikyo-Brücke gefahren. Das ist die längste Hängebrücke der Welt.

Wir sind erst gegen 20 Uhr in Kochi angekommen und hatten es dann zum Glück nicht weit bis zu unserer Unterkunft. Wir wohnen in einem Guest house, in dem es auch ein kleines Café gibt. Der Name ist Lululu. Unsere Gastgeber führt das Guest house mit seiner Frau und seinen drei Kindern.

Wir haben ein Zimmer für uns und teilen uns Duschen, Toiletten und einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche mit den anderen Gästen. Die meisten Gäste haben jedoch nur kurze Aufenthalte. Wir sind mit einem Monat eher die Ausnahme.

Es gibt auch die Möglichkeit jeden Morgen im Café zu  frühstücken. Das haben wir auch schon gemacht, aber wir werden das nicht den ganzen Monat lang machen. Das würde ein bisschen teuer werden.

Da am nächsten Tag Sonntag war, schauten wir uns den Sonntagsmarkt an. Dieser erstreckt sich über eine Länge von über einem Kilometer und ist absolut nicht touristisch. Hier gibt es keine Souvenirs, sonder günstiges Gemüse, Obst, Blumen, Messer, Antiquitäten und so weiter. Nach dem Markt waren wir noch etwas essen.

An diesem Sonntag waren in der ganzen Stadt Auftritte von verschiedenen Bands und Musikern. Nachdem wir uns die überdachte Einkaufsstraße angesehen hatten, gingen wir zu einem Park, in dem eine größere Bühne stand. Unser Gastgeber hatte uns erzählt, dass seine Band dort spielen würde und das wollten wir uns ansehen.

Außerdem trafen wir dort noch einige andere Hausbewohner. Eine Japanerin, die schon einen Monat dort wohnt, einen Kanadier, der nur drei Tage dort war und ein schüchterner Brasilianer. Nachdem die Band gespielt hatte, gingen wir mit unserem Gastgeber und und den anderen drei zum Hirome Markt. Dort gibt es viele verschiedene Essensstände und viele Sitzplätze. Wir suchten uns alle etwas aus und probierten alle voneinander. Es gab Curry, indisches Brot, Sushi und Shrimps.

In Tokyo haben wir einen Monat lang mit vielen anderen zusammen gewohnt und kaum mit dem Leuten zu tun gehabt. Hier in Kochi ist das ganz anders. Wir unterhalten uns viel mit anderen Gästen und man fühlt sich, als würde man zur Familie unseres Gastgebers gehören. Wir haben am Montag schon zusammen Kalligrafie gemacht, japanisches Curry gegessen und die Unterschiede unserer Heimatländer mit unserem Gastgeber und dem Kanadier diskutiert.

Die Menschen in Kochi sind sehr offen und freundlich. Als wir im Hirome Markt saßen und aßen, hat uns ein Japaner vom Nachbartisch gefragt, ob wir mal sein Essen probieren wollen, was wir auch taten. Das war super.

Am Dienstag haben wir uns dann die Burg von Kochi angesehen. Sie ist ebenfalls eine der 12 original erhaltenden Burgen Japans. Die Burg von Kochi ist meine fünfte original erhaltene Burg und wirklich sehr schön. Das Gelände um die Burg eignet sich gut zum Spazieren gehen, weil es viele Wege auf den kleine Hügel gibt, auf dem sie steht.

Es gibt einige Treppen nach oben zu steigen. Dabei passiert man auch einen Burggraben und einige Tore. Während der zweite und dritte Ring der Burg nur noch zu erahnen sind, ist der innere Ring sehr gut erhalten.

Der innere Burgbereich sieht auf den ersten Blick gar nicht so wehrhaft aus, sondern eher wie ein geräumiges Herrenhaus mit vielen Tatamimatten, Terrassen und einem Garten. Erst beim betreten der Gebäude ist der Eintritt von 420 Yen fällig.

Durch ein unscheinbares kleines Tor gelangt man in den Hauptturm der Burg, der durchaus wehrhaft aussieht. Obwohl der Turm nicht sehr hoch ist, hat er sechs Etagen. In der untersten gibt es Modelle, die zeigen wie die Burg in der Vergangenheit ausgesehen hat. Außerdem ist die Aussicht von ganz oben sehr gut.

Da es ja einige Wege zur Burg gibt, gingen wir nach unten einen anderen Weg und konnten die Burg noch auch einer anderen Perspektive sehen.

Einen Besuch der Burg kann ich nur empfehlen. Vor allem da es kaum andere Touristen gibt und man die Burg praktisch für sich allein hat.

 

 

Wart ihr schon mal auf Shikoku? Wie gefällt euch die Burg von Kochi? 

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5 Gedanken zu “#167 Ankunft in Kochi und die Burg von Kochi

  1. rumiko schreibt:

    Schön! Als ich Studentin war, war ich zwei Wochen lang in einer Jugendherberge. Ich habe dort während der Sommerferien gearbeitet.
    Seitdem besuche ich Kochi leider nicht, aber dank diesem Eintrag erinnere ich mich darauf wieder 🙂
    Ihr besucht schön verschiedenen Plätze.
    Vielleicht habt ihr einen Plan auch Fukuoka, oder Kyusyu zu besuchen ?

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  2. Thomas Gittel schreibt:

    Traraaaa! Deine fünfte Originalburg! Wird Zeit, dass Du Dir einen Orden verleihst. Ich bin begeistert.
    Und während Ihr die Akashi-Kaikyo-Brücke mit dem Bus überquert habt, bin ich vor einem guten Jahr untendrunter durchgefahren – abendlich angestrahlt. Das war schon auch ein gigantischer Anblick.
    Auf Shikoku war ich selbst erst zweimal – aber Kochi ist dann ja wohl definitiv ein Grund, den Weg dorthin wieder einmal zu finden.

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Ja ich freue mich, dass ich schon fünf Originalburgen sehen konnte. Eventuell kommt nächsten Monat noch die sechste dazu. Uns gefällt Kochi sehr gut. Leider regnet es gerade sehr viel. Am Wochenende soll das Wetter aber schön werden. Da werden wir etwas unternehmen.

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