#165 Ich war noch niemals auf Hawaii – aber dafür in Hikone

Wie ihr ja im letzten Beitrag lesen konntet, ist unsere Hawaiireise im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Wir wollten aber das beste aus der Situation machen und haben dafür vom 06. bis 08.09. drei Tage in Hikone am Biwa-See verbracht. Was wir dort erlebt haben, erfahrt ihr jetzt.

Anreise am Donnerstag

Eigentlich wäre am späten Abend des 06.09. unser Flug nach Hawaii gewesen, stattdessen sind wir am Nachmittag gegen 14:30 Uhr mit der Bahn in Hikone angekommen. Direkt in der Nähe des Bahnhofs haben wir dann eine Suppe gegessen und sind danach zu unserem Hotel gegangen.

Das Hotel war schon ein bisschen in die Jahre gekommen, aber unser Zimmer war für den Preis von etwa 40 Euro pro Nacht sehr geräumig.

Burg und Genkyuen Garten am Freitag

Nach einer angenehmen Nacht mussten wir am Freitag schon um 10 Uhr auschecken. Wir machten uns dann gleich auf den Weg zu unserem Hotel für die zweite Nacht. Der Check-in war zwar erst ab 15 Uhr möglich, aber wir konnten unser Gepäck dort lassen.

Vom Hotel waren es nur etwa 900 m bis zur Burg von Hikone. Die Burg ist eine der zwölf original erhaltenen Burgen Japans. Der Eintritt kostet 600 Yen. Dafür bekommt man den gut erhaltenen Hauptturm, viele Mauer und Tore sowie die zwei Burggräben zu sehen. Es ist ein bisschen wie Himeji, nur in klein.

Wir haben uns die Burg natürlich auch von Innen angesehen. Der Hauptturm ist mit drei Stockwerken einer der kleineren, trotzdem aber sehr schön. Alle drei Stockwerke können besichtigt werden und sind über steile Treppen erreichbar. Auch wenn der Hauptturm nicht sehr hoch ist, ist die Aussicht doch sehr gut, da er auf einem kleinen Hügel steht. Wir konnten sogar den Genkyuen Garten sehen.

Beim Besteigen fielen uns einige Schäden an der Burg auf. An einige Stellen hatte sich der Putz von den Wänden gelöst und lag auf den Dächer. Es könnte sein, dass der Taifun Jebi daran Schuld ist. Ich weiß es aber nicht. Die Burg ist sehr schön und einen Besuch absolut wert.

DSCN6647

Nachdem wir mit der Burg fertig waren, sind wir zum nahe gelegenen Genkyuen Garten gegangen, um uns diesen anzusehen. Der Eintritt zum Garten war schon mit in dem Ticket für die Burg enthalten.

Wir hatten zwar keinen Sonnenschein und es war eher bedeckt, aber der Park war trotzdem sehr schön. Auch hier konnte man sehen, dass der Taifun gerade erst vorbeigezogen war, denn es war ein Baum umgekippt und lagen überall kleine Häufen mit zusammengekehrten Ästen herum und ein Baum war umgekippt.

Da es inzwischen schon Nachmittag war und wir Hunger hatten, suchten wir uns ein nettes Restaurant und aßen zuerst jeder einen Burger und teilten uns im Anschluss noch eine Portion Pancakes. Diese waren super mit Sahne, Eis, Bananen und Schokoladensoße. Ich habe noch nie so fluffige und köstliche Pancakes gegessen. Das war ein echtes Erlebnis.

Nach dem Essen gingen wir zu unserem zweiten Hotel, um einzuchecken und unser Zimmer zu inspizieren. Das Hotel war zwar etwa 12 Euro teuer als das erste, aber dafür auch wesentlich moderner und schicker eingerichtet.

Im Zimmerpreis inbegriffen waren auch das Leihen von Fahrrädern. Mit denen fuhren wir ein bisschen durch die Stadt und machten am Biwa-See halt.

Biwa-See und Chokubushima am Samstag

Auch am Samstag mussten wir um 10 Uhr auschecken, konnten aber unser Gepäck wieder dort lassen. Als wir das Hotel verließen regnete es leicht und war mit 21°C unerwartet frisch. Wir gingen zu Fuss zum kleinen Hafen von Hikone, um von dort mit einem Boot zur Biwa-See-Insel Chokubushima zu fahren. Am Hafen war nicht viel los und auch mit dem Boot sind nicht so viele Leute mitgefahren.

Die Fahrt bis zur Insel hat etwa 40 Minuten gedauert. Nach unserer Ankunft hatten wir 70 Minuten Zeit bevor unser Boot zurück nach Hikone ging. Die Insel ist nicht sehr groß, aber es gibt einige Schreine und Tempel darauf. Wir wollten uns alles ansehen und machten uns gleich daran die Insel zu erkunden. Die Insel ist wie ein kleiner Hügel der aus dem Wasser ragt und dementsprechend viele Treppenstufen muss man bei der Erkundung überwinden.

Es gab eine dreistöckige Pagode und einen Schrein an dem man kleine Tonschalen kaufen und beschriften konnte. Diese Schalen musste man dann durch ein steinernes Torii direkt am Wasser werfen. An die vielen verstreut herumliegenden Tonschalen konnte man sehen, dass das nicht jeder schafft.

Um 12:50 Uhr ging unser Boot zurück nach Hikone. Vom Hafen gingen wir zum Hotel, holten unser Gepäck und fuhren dann mit dem Zug nach Nara, um dort für einige Tage bei Freunden zu wohnen.

Hikone ist ein ruhiges Städtchen mit eher japanischen und weniger internationalen Touristen. Es hat uns dort sehr gut gefallen.

Wie gefallen euch die Bilder von der Burg? Wart ihr schon mal auf einer Insel in einem See?

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3 Gedanken zu “#165 Ich war noch niemals auf Hawaii – aber dafür in Hikone

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Wieder einmal kann ich nur sagen: Toll! Ich will Hawaii hier nicht schlecht machen (ich habe gerade heute auf meinem Heimweg wieder mit hawaiianischer Musik ein bisschen „Hawaii-Flair“ in mein Gehör gezaubert – und mit Euren Hamburgern wart Ihr ja schon recht „nah“ an Hawaii), aber Hikone ist doch ein wesentlich exklusiverer Ort. Tolle Burg! Toller Garten! Toller See!
    Ich bin echt froh, dass Ihr ein so eindrucksvolles „Alternativprogramm“ zu Hawaii gefunden habt. Und Hawaii läuft Euch ja nicht weg (ist auch ein tolles Reiseziel im Rentenalter… just kidding).

    Gefällt 1 Person

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