#152 Burg von Inuyama

Am Donnerstag, den 26.07.2018, haben wir uns mit Inuyama eine der zwölf original erhaltenen japanischen Burgen angesehen. Eine kleine und sehr schöne Burg. Außerdem die älteste der erhaltenden Burgen. Neben der Burg von Himeji die zweite Originalburg, die ich gesehen habe.

Die Burg von Inoyama liegt im Norden von Nagoya und ist deshalb von unserer Unterkunft innerhalb von 1,5 Stunden ohne Umsteigen mit der Meitetsu Line zu erreichen.

In Inuyama angekommen, sind wir aber nicht gleich zur Burg gegangen, sondern haben uns den der Station nahe gelegenen Tempel angesehen. Dieser lag auf einem kleinen Berg. Um dort hin zu kommen gingen wir an einem großen Friedhof vorbei. Da auch die Burg auf einem Hügel liegt, ist sie vom Tempel aber auch von der Stadt aus sehr gut zu sehen. Es war außer uns kaum jemand am Tempel. Auch wir blieben nicht sehr lange, da unser eigentliches Ziel die Burg war.

Nach etwa 25 Minuten Fußmarsch standen wir dann auch schon am Fuße des Hügels, auf dem die Burg steht. Dort trifft man auf einen kleinen Schrein und dahinter auf den Weg hinauf zur Burg. Der Eintritt zur Burg kostet eigentlich 550 Yen, aber da wir ein Meitetsu Ticket hatten, mussten wir nichts bezahlen.

Die Burg ist von Innen sehr schön. Alle ist original aus Holz und Stein. Es gibt sogar ein paar Erklärungen auf Englisch und die Räume wirken nicht so leer, da es einige Ausstellungsstücke gibt. Die Burg hat zwei Etagen im Steinsockel und vier über dem Steinsockel. Alle sind begehbar. Die Stockwerke werden nach oben immer kleiner. Das oberster Stockwerk hat rundherum einen begehbaren Balkon mit sehr niedrigem Geländer. Nichts für Leute mit Höhenangst.

Nachdem wir die Burg wieder verlassen hatten, sind wir über eine Straße mit schönen Häusern und einigen Geschäften gegangen und haben ein leckeres Eis mit Pfirsich gegessen.

Danach sind wir mit dem Zug wieder zurück gefahren, den am Abend war noch die Abschiedsparty der beiden Deutschen Helfer unserer Gastgeberin. Die beiden waren fast genau so lange wie wir hier und wir haben uns gut verstanden und einiges zusammen unternommen. Da lernt man sich natürlich ganz gut kennen. Es waren noch einige Freunde unserer Gastgeberin eingeladen, weshalb wir etwa 15 Leute waren. Es gab jede Menge zu essen und zu trinken. Wir waren erst kurz nach 2 Uhr im Bett.

In der Nacht vom 28. auf den 29.07. fegte dann ein Taifun mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 150 kmh und jeder Menge Regen über uns hinweg. Es war sehr stürmisch und laut draußen, weshalb wir nicht so gut schlafen konnten. Wir hatten sogar zur Vorsicht unsere wichtigen Dokumente und Wertsachen ein einen Notfallrucksack gepackt, denn wir wohnen in etwa 2 m Höhe und 250 m vom Meer weg. Da kann man schon ein bisschen Angst vor Sturmflut bekommen. Es ist aber nicht passiert und Schäden gab es bei uns auch keine.

Nach Erdbeben und Rekordhitze haben wir jetzt also auch noch einen Taifun miterlebt. Nach dem Taifun ging es übrigens gleich weiter mit der Hitze.

 

 

Habt ihr schon mal die Burg von Inuyama besucht? Wollt ihr einen Taifun miterleben?

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6 Gedanken zu “#152 Burg von Inuyama

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Ich muss wieder einmal sagen: Toll! Ich kannte die Burg von Inuyama noch gar nicht (hatte auch nicht von ihr gehört). Eigentlich sollten die Burgen, die noch (mehr oder weniger) im Originalzustand erhalten sind, viel berühmter sein. Dank Dir für die vielen schönen Bilder!
    Wir hätten uns „fast“ über den Weg laufen können – ich war von Donnerstag bis Samstag nämlich in der Kumano-Region und hatte am Samstag das Vergnügen, während des Taifuns den Weg zurück nach Tokyo zu „finden“. Hat aber erstaunlich reibungslos geklappt (wenn man unter solchen Bedingungen mit gerade mal 25 Minuten Verspätung in Tokyo ankommt, kann man schon von einer eisenbahntechnischen Meisterleistung sprechen).

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Schön, dass Dir meine Beiträge gefallen. Ich habe mir vorgenommen möglichst viele der original erhalten Burgen zu sehen. Bis jetzt sind es zwar erst zwei, aber das werden noch ein paar mehr.
      Bei Taifun unterwegs sein, Stelle ich mir noch nicht so toll vor.

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  2. wordBUZZz schreibt:

    Die Burg sieht wirklich toll aus, gerade richtig irgendwie. Nicht zu groß oder zu klein und trotzdem sehr beeindruckend. Aber 1,5 Stunden mit einer U-Bahn/ S-Bahn fahren ist schon happig. Oder ist die Meitetsu Line mehr so ein RB? Taifune? Nein danke, wir haben hier schon den blanken Hans, der reicht 😉 Zumal ich einmal in meinem Leben einen Sandsturm miterlebt habe und der hat mir auch schon gereicht.

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