#148 ein Tag in den Bergen von Gifu

Da unsere Gastgeberin letzte Woche Dienstag (17.07.) ein Auto für acht Personen organisiert hatte, sind wir zu siebt (meine Freundin, ich, zwei Deutsche, eine Singapurianerin, unsere Gastgeberin und eine Freundin von ihr) in die Berge von Gifu gefahren. Was wir dort erlebt haben, erfahrt ihr jetzt. Vorsicht viele Naturbilder.

Wir sind früh um 7:30 Uhr losgefahren und haben schon nach wenigen Kilometern den ersten Stopp gemacht, um in einer Bäckerei zu frühstücken. Dort konnte man einen Betrag bezahlen und dann so viel vom Gebäckbuffet essen wie man wollte. All you can eat Backwaren sozusagen. Es gab viele verschiedene herzhafte und süße Gebäcke. Leider hatten wir einen straffen Zeitplan und deshalb nicht so viel Zeit. Gegessen habe ich trotzdem viel.

Ab dem Bäcker bin ich dann das Auto gefahren. Dadurch habe ich wieder eine Menge Erfahrung auf japanischen Straßen gesammelt. Der Linksverkehr sitzt langsam und ich benutze auch nicht mehr Scheibenwischer statt Blinker. Ich bin in Nagoya herumgefahren, auf die Autobahn aufgefahren und habe diese auch mehrfach gewechselt. Bei den vielen Straßen, die teilweise dreietagig übereinander verlaufen, ist das eine echte Herausforderung.

Außerdem bin ich nach japanischem Navi gefahren. Das zeigt einem alles an. Nicht nur wo man als nächstes abbiegen muss, sondern auch den Lageplan der nächsten Raststätte. Das letzte Stück waren dann enge Bergstraßen. Insgesamt bin ich bis zum Ziel etwa 100 km gefahren. Wir von 2 m über Normalnull auf etwa 650 m gefahren.

Unser Ziel waren mehrere Wasserfälle und am Fuße eines dieser Wasserfälle konnte man sogar im Fluss baden. Wir parkten das Auto und gingen zum ersten Wasserfall. Hier brauche ich eigentlich gar nichts zu schreiben, den die Bilder sprechen für sich. Schaut euch die auf jeden Fall in groß an! Außer uns war auch niemand da. Einfach nur traumhaft schön. Der Wasserfall hatte sogar einen eigenen Schrein.

Als nächstes gingen wir etwas über einen Kilometer den Berg nach oben und sahen uns einen weiteren Wasserfall und die schöne Landschaft an.

Nach etwa einer Stunde und insgesamt etwa 3 Kilometern waren wir wieder am ersten Wasserfall um dort im Fluss zu baden. Das Wasser war eisig kalt, aber absolut klar und sauber. War man erst mal drin hat man sich auch ein bisschen daran gewöhnt. Man musste aber in Bewegung bleiben um nicht zu frieren. Es war auch nicht sehr tief, aber an einigen Stellen konnte man durchaus schwimmen.

Ich bin mit den zwei Deutschen auch zwischen den Steinen herum geklettert. Das hat super viel Spaß gemacht und war besser als jeder Abenteuerspielplatz. Die gefährlichen Stellen, die es durchaus gab, haben wir natürlich gemieden. Das Wasser hat Kraft und sollte nicht unterschätzt werden.

Auf dem folgenden Bildern ist der Bereich zu sehen, den wir zum Baden bzw. Klettern hatten. Auf zwei aufeinander folgenden Bildern kann man den großen Stein einmal trocken und einmal mit nassen Spuren sehen.

Wir waren bestimmt zwei Stunden dort, aber ich hätte noch viel länger dort bleiben können. Wir waren aber noch nicht fertig mit unserem Tagesprogramm. Das war immerhin von einer Japanerin (unserer Gastgeberin) geplant worden und war deshalb natürlich so angelegt, dass wir möglichst viel an einem Tag schaffen.

Unser nächstes Ziel war ein Restaurant in dem es Somen, also sehr dünne Nudeln gibt. Da wir etwas spät dran waren, war eigentlich schon zu als wir ankamen. Die Besitzer warfen aber extra für uns noch mal ihre Küche an.

Das Besondere an dem Laden ist, dass man an einer Art Theke mit super Aussicht steht und vor einem eine Wasserrinne ist, in der die Nudeln angeschwommen kommen. Man angelt sich also die Nudeln, die dem Vordermann durch die Lappen gegangen sind, tunkt sie in die Soße und isst diese. Da einem immer Nudeln entkommen, hat auch der nächste in der Reihe noch welche. Wir haben auch alle Nudeln erwischt. Ein Blick an das Ende der Rinne verriet uns aber, dass das nicht bei allen Besucher in diesem Tag so war. Das war ein Riesenspaß. Sogar Jackie Chan war schon hier.

Nach dem Essen schauten wir uns auch dort noch ein bisschen um. Es gab dort einen Wanderweg mit Hängebrücken, den wir entlang gingen. Wieder sahen wir uns die Natur an. Auch hier gab es diverse kleine Wasserfälle. Auch hier war niemand außer uns.

Nachdem wir unsere Wanderung beendet hatten, war es schon fast dunkel und wir machten uns auf die zweieinhalbstündige Heimfahrt. Diesmal bin ich nicht gefahren. Wir waren erst gegen 22 Uhr wieder zurück und fielen ins Bett.

 

 

Wie gefallen euch die Bilder? Wart ihr schon mal in den Bergen von Gifu?

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5 Gedanken zu “#148 ein Tag in den Bergen von Gifu

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Natur, Natur, Natur! Herrlich! Ich bin begeistert. Man vergisst es doch manchmal in Tokyo, dass es soooo viel Natur in Japan gibt.
    Und zum Abschluss auch noch nagashi somen! Das klingt wirklich nach einem Tag voller Fun.
    Ich kenne in Gifu nur das „Ukai“ (Kormoranfischerei) – aber das ist unbedingt auch eine Empfehlung. Vielleicht schafft Ihr das in diesem Sommer ja noch. Falls erforderlich, kann ich Kontakte herstellen.
    https://thomasgittel.wordpress.com/2016/10/07/kormoranfischerei-am-nagara-fluss-in-gifu-%e5%b2%90%e9%98%9c%e9%95%b7%e8%89%af%e5%b7%9d%e9%b5%9c%e9%a3%bc/

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  2. LexZy schreibt:

    meeegaaa 🙂

    wie ich mich drauf freue 😀
    wir haben uns gestern einen Plan gemacht wie und zum Teil auch was wir machen.
    wollen evtl 3-4 Tokio dann 6 Tage Osaka und den Rest irgendwo anderes sein 😀

    und wir sehen uns auch 😀

    Gefällt 1 Person

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