#147 Tag des Meeres und großes Feuerwerk

Letzten Montag (16.07.) war ein Feiertag in Japan. Es war 海の日 (umi no hi) Tag des Meers und wir wollten uns am Abend das große, am Hafen von Nagoya stattfindende Feuerwerk ansehen.

Wir machten uns also gegen Mittag auf den Weg zum nahe gelegenen Bahnhof und fuhren mit einem Umstieg zum Hafen. Wir fuhren bis zur Station direkt am Hafen. Dort sollte auch ein Festival stattfinden. Wir gingen also ein bisschen durch den Park am Hafen und suchten nach den für ein Festival üblichen Verkaufsständen für Essen, Eis und Getränke. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass dort so wenig los war.

Wir fanden aber nur eine Bühne auf der einige Vorführungen gezeigt worden und die nur mäßig besucht war. Wir sahen uns die Taiko-Trommler auf der Bühne an. Die waren super und haben richtig Party gemacht, obwohl es etwa 35 Grad heiß war. Am Hafen hatten bereits einige Menschen mit ihren blauen Planen die besten Plätze zum Feuerwerk anschauen besetzt. Da wir auch eine kleine Sitzplane haben, haben wir auch gleich einen guten Platz damit okkupiert.

Da es bis zum Feuerwerk noch fast drei Stunden waren und am Hafen nicht viel los war, entschlossen wir uns zurück zur U-Bahnstation zu gehen. Plötzlich fanden wir die ganzen Menschen und die Verkaufsstände. Hätten wir uns beim Verlassen der U-Bahn einmal umgedreht, hätten wir es gleich gesehen, aber wir waren direkt zum Hafen gerannt.

Es waren enorm viele Menschen unterwegs und es fand gerade eine Parade in Richtung Hafen statt. Wir sahen uns das an und gingen dann die Straße mit Verkaufsständen entlang. Dabei stellte sich heraus, dass diese etwa 700 m lang war. Wir gingen also eine Weile die Fressmeile entlang und holten uns natürlich auch etwas.

Auf dem Rückweg zum Hafen sahen wir auch noch eine Tanzvorführung. Mehrere Tanzgruppen aller Altersklassen hatten sich zu einer großen zusammengeschlossen und tanzten in einem riesigen Kreis traditionelle Tänze. Das war schön anzusehen.

Dann begaben wir uns an unseren Platz und machten uns bereit das Feuerwerk zu sehen. Es begann um 19:30 Uhr und ging bis 20:20 Uhr und war einfach großartig. Die Japaner verstehen echt was von Feuerwerken. Da kann keines, welchen ich je in Deutschland gesehen habe, mithalten. Mit den Feuerwerkskörper werden richtige Bilder in den nächtlichen Himmel gemalt. Das ist der Wahnsinn. In den Bilder könnt ihr einen Smile sehen. Es gab aber noch viele andere Figuren wie Sterne, Würfel und Oktopusse. Die haben es echt drauf.

Nach dem Feuerwerk sind wir noch mal durch die Fressmeile bis zur nächsten U-Bahn Haltestelle gegangen. Da das Feuerwerk über 600.000 Menschen gesehen haben, waren die Bahnen entsprechend voll. Wir pressen uns in eine Bahn rein und dachten diese wäre voll. An den nächsten Haltestelle kamen aber immer noch mehr Menschen in den Zug. Es wurde immer enger und man hatte das Gefühl so eingeklemmt zu sein, dass man nicht mehr richtig atmen kann. Das hatte ich vorher noch nicht erlebt. War ein Erlebnis, aber ich brauche das nicht noch mal. Hier ein Bild von der Bahn bevor wir eingestiegen sind. Sieht eigentlich schon voll aus, oder?

DSCN5711

Wir sind aber noch wohlbehalten bei unserer Unterkunft angekommen und waren sogar am Ende fast allein im Zug.

 

 

Habt ihr schon mal ein japanisches Feuerwerk gesehen? Würdet ihr in die U-Bahn auf dem Bild noch mit einsteigen?

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10 Gedanken zu “#147 Tag des Meeres und großes Feuerwerk

  1. Thomas Gittel schreibt:

    Klar, im Sommer kann man den Großfeuerwerken ja kaum entgehen – aber sie stellen ja auch einen wirklich grandiosen Unterschied zur sinnlosen deutschen Silvesterballerei dar…
    Freut Euch auf Tokyo! Da könnt Ihr jeden Tag mit vergleichbar vollen U-Bahnen fahren!

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  2. rumiko schreibt:

    Haha
    In Tokio hab ich einige Male erlebt, in den Zug wie ihr gefüllt zu werden.
    Außerdem habe ich früher in meiner Nagoya Reise auch erlebt, in einer dicken Schlange damit in den Bahnsteig zu erreichen 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Thomas Gittel schreibt:

    Das mit den vollen Bahnen ist gar nicht so schlimm, wenn man sich ein bisschen dran gewöhnt hat (zumindest hier in Tokyo sind die Leute dabei ja nicht wirklich aggressiv). Außerdem: Egal, wie unentrinnbar in den Massen zu stecken scheint, am Zielbahnhof kommt man immer ‚raus. Ich bin natürlich weit davon entfernt, solche Fahrten deswegen „angenehm“ zu finden.

    Gefällt 1 Person

  4. wordBUZZz schreibt:

    Das einzige „deutsche“ Feuerwerk, was vielleicht sehenswert wäre, wäre unser Silvesterfeuerwerk bei uns am Hafen. Alle anderen kann man sich ruhig schenken… Das mit den Buden hätte auch mir passieren können und ist mir auch passiert, allerdings war ich da in Dublin und habe glatt den einzigen Weihnachtsmarkt verpasst. Wäre ich damals mal um die Ecke gelaufen.

    Ich wäre übrigens nicht mehr in die Bahn eingestiegen…

    Gefällt 1 Person

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