#129 Wochenende in Kanazawa

Vom 18. bis 20.05. haben wir einen Ausflug nach Kanazawa gemacht. Auch wenn das schon etwas her ist, werde ich euch heute davon berichten.

Am Freitag dem 18.05. habe ich mich gleich nach der Schule zu einer Fernbushaltestelle begeben und mich mit meiner Freundin getroffen. Von dort sind wir dann mit einem Fernbus ins etwa 250 km entfernte nordöstlich gelegene Kanazawa gefahren. Die Fahrt hat etwa vier Stunden gedauert. Der Bus war aber sehr komfortabel und die Zeit verging schnell.

Etwa 22 Uhr kamen wir am schicken Bahnhof an. Es regnete ordentlich. Wir machten noch ein paar Fotos  und begaben uns dann zu unserer Unterkunft, einem Hostel in dem wir ein Privatzimmer hatten. Ihr könnt unten ein Bild sehen. Mehr als das Doppelstockbett hat leider keinen Platz in dem Zimmer. Zum Schlafen aber völlig ausreichend.

Am Samstag hatten wir volles Programm. Wir waren früh am Morgen auf dem Omicho Markt. Dort gibt es vor allem Fisch und alles andere was aus dem Mehr kommt, teilweise noch lebend, aber auch andere Lebensmittel und Souvenire.  Wir aßen Frühstück in einem Sushi-Restaurant. Danach haben wir uns den Ozaki Schrein und gleich im Anschluss den Oyama Schrein angesehen, da diese auf dem Weg zur Burg von Kanazawa lagen. Ihr seht die Tempel- und Schreinbesichtigungsintensität ist gleichbleibend hoch 😉

Als nächstes waren wir bei der Burg von Kanazawa. Es stehen nicht mehr alle Gebäude und die die es gibt sind alle neu gebaut worden. Die neu gebauten Gebäude sind aber alle original und mit alten Methoden wieder aufgebaut worden, weil Kanazawa aus der Burg ein Weltkulturerbe machen will. Mir gefällt die Burg sehr gut. Sie kostet keinen Eintritt und ist nicht so überlaufen.

Direkt neben der Burg ist einer der drei perfekten Gärten Japans, der Kenroku-en. Natürlich haben wir uns diesen angesehen, wenn wir schon mal in Kanazawa waren. Der Garten ist sehr schön, aber leider etwas überlaufen. Durch seine Größe findet man aber auch stille nicht ganz so volle Bereiche.

Danach war der Tag für uns zu Ende. Wir waren nur noch kurz im Bahnhof, um uns die German Bakery anzusehen. Dort habe ich mir ein Brötchen gekauft, das tatsächlich den Namen Brötchen verdient. Das war toll, denn jedes Brot hier in Japan ist Weißbrot und weicher als jedes deutsche Toastbrot. Von Brot haben die Japaner keine Ahnung.

DSCN5093

Am Sonntag haben wir gegen 10 Uhr bei unserer Unterkunft ausgecheckt und nacheinander auf den Weg zu unseren neuen Unterkünften gemacht. Wir haben nämlich die nächste Nacht in verschiedenen Unterkünften verbracht, weil meine Freundin wegen einer Konferenz der Japanisch-Deutschen-Gesellschaft noch ein paar Tage länger in Kanazawa bleib. Ich wollte eigentlich am Sonntag mit dem Fernbus zurück nach Kyoto fahren aber das wäre sehr teuer gewesen. Es war günstiger kurzfristig in einem Hostel zu schlafen und am nächsten Morgen zeitig loszufahren. Da meine Freundin ein Bett in einem Frauenschlafsaal hatte, hab ich mir was anderes gesucht. Die Nacht hat mich 10 Euro gekostet. Es war ein Acht-Bett-Schlafsaal. Wir waren in der Nacht aber nur zwei Leute und es war angenehm ruhig.

Aber zurück zu unseren Unternehmungen am Sonntag. Nach dem wir bei unseren Folgeunterkünften waren, haben wir einen Spaziergang durch Kanazawa gemacht und uns den Higashiyama Higashi Chaya District angesehen. Dort gibt es einige Teehäuser und auch eine Okia. Denn auch in Kanazawa gibt es einige wenige Geisha. Dort haben wir dann auch ein köstliches Softeis gegessen. Später gab es dann noch ein Curry zum späten Mittag.

Ich begleitete meinen Freundin zu dem Kulturzentrum in dem am späten Nachmittag und in den nächsten zwei Tagen die Konferenz stattfand. Dort gab es abgesehen von der Konferenz auch noch ein Bier- und Streedfoodfest, sowie kulturelles Programm. Das schaute ich mir natürlich an.

Danach spazierte ich noch ein bisschen durch die Stadt und suchte mir ein nettes Izakaya, um ein Bier zu trinken und etwas zu essen. Es gab ein Asahi, Pommes und Karaage (frittiertes Hühnchen). Es waren sehr üppige Portionen für einen guten Preis. Sogar das Bier war nicht ganz so teuer.

Am Montag bin ich dann zeitig aufgestanden, um 7:30 Uhr meinen Bus nach Kyoto zu bekommen. Gegen 12 Uhr war ich in Kyoto und bin dann direkt 13:30 Uhr wieder zur Schule gegangen. Hausaufgaben hatte ich im Bus gemacht.

Kanazawa ist eine schöne Stadt, die nicht ganz so touristisch ist, wie Kyoto. Die Stadt ist von flachen, teilweise historischen Häusern geprägt und angenehm ruhig. Ich empfehle Kanazawa zu besuchen, wenn man in der Nähe ist.

 

Wie gefallen euch die Bilder von Kanazawa? Würdet ihr deutsche Brot vermissen?

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2 Gedanken zu “#129 Wochenende in Kanazawa

  1. Stefanie Dether schreibt:

    Ganz lieben Dank für diese tollen Berichte. Der Omicho-Markt wäre wirklich was für mich und der Garten in Kenroku-en sieht toll aus (und dass obwohl das Wetter nicht ganz so strahlend war…). Und ja, deutsches Brot habe ich im Ausland immer sehr vermisst – so sehr, dass man mir oft Heft und Mehl geschickt hat und ich einfach selbst gebacken habe. Aber die deutsche Bäckerei sieht ja wirklich gut aus! Ganz liebe Grüße an Euch Beide, Stefanie

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Freut mich, dass dir meine Berichte gefallen.
      Leider haben wir keinen Ofen. Deshalb ist es leider nicht möglich Brot selbst zu backen. Unsere Nächste Unterkunft bietet aber eventuell die Möglichkeit.
      Gruß aus Kyoto

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