#127 zwei mal Kobe

Ich wohne jetzt schon seit fast zwei Monaten in Kyoto und war inzwischen auch schon zwei Mal in Kobe. Einmal im April allein und einmal im Mai mit meiner Freundin. Von beiden Besuchen werde ich euch heute berichten.

Von Kyoto kommt man mit der Hankyu-Line für 600 Yen nach Kobe. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde.

Kobe am 28.04.2018

Als ich in Kobe ankam, war meine erste Station der Ikuta Schrein. Dieser ist keine 200 Meter vom Bahnhof weg, aber trotzdem ganz ruhig. Hinter dem Schrein gibt es einen kleinen Park mit vielen Bäumen. Darunter auch drei sehr dicke alte Bäume. Ich konnte Leute beobachten, die sich vor den Bäumen verbeugten und diese kurz berührten.

Als nächstes bin ich in das alte Ausländerviertel gegangen. Dazu musste ich etwas den Berg hinauf. Da Kobe einen großen Handelshafen hat, gab es hier viele Ausländer. Die hauten sich Häuser, die gar nicht japanisch aussehen. Diese schaute ich mir zumindest von Außen an. Es gibt englische, dänische, italienische, französische und niederländische Häuser.

Ich stieg den Berg noch ein Stück höher und kam zu einem kleinen Schrein. Dort wurden Kühe verehrt. Das ist nur sinnvoll, den immerhin gibt es in Kobe das beste Rindfleisch überhaupt.

Und dann wurde es Zeit dieses Rindfleisch zu probieren. Es war nicht das erste mal, denn auch bei der Japanreise 2015 hatte Marcel und ich Koberind gegessen. Ich habe sogar im selben Restaurant gegessen. Nur das es jetzt um einiges schicker eingerichtet ist als 2015. Ich ließ mir Zeit beim essen den das Fleisch war genauso köstlich wie damals. Zum Nachtisch gab es dann noch einen Taiyaki.

Nach dem Essen bin ich durch eine große Einkaufspassage bis nach Chinatown gegangen. Dort gab es noch einen kleinen chinesischen Snack und ich schaute mir die Läden an.

Dann wurde es Zeit zum nach Hause fahren. Doch mein zweiter Besuch sollte nicht lange auf sich warten lassen.

Kobe am 12.05.2018

Diesmal waren wir zu zweit. Meine Freundin war vorher noch nicht in Kobe und so konnte ich ihr einiges zeigen.

Unser erstes Ziel war die Nunobiki Wasserfälle. Wir gingen bis zur Shinkansen-Station von Kobe und stiegen dahinter zu den Wasserfällen auf. Es ging ordentlich bergauf, war aber zum Glück angenehm schattig. Die Wasserfälle waren sehr beeindruckend. Genau wie die Aussicht auf Kobe, als wir weiter gingen. Wir kamen noch an der ältesten Staumauer Japans entlang und erreichen dann den Eingang zum Herb Garden.

Dort war ich auch schon 2015. Damals sind wir aber mit der Seilbahn hochgefahren und haben den Wasserfall und die Staumauer nur vom Weiten gesehen.

Am Eingang des Herb Garden gab es zuerst das langersehnte Lavendel-Softeis. Diesmal ohne aisukurimudisukauntokupon, aber noch genauso lecker, wie 2015. Wir gingen dann den Herb Garden bis ganz nach oben, genossen die Aussicht und schnüffelten an den Duftaromen in dem kleinen Herbmuseum.

Danach stiegen wir auch wieder zu Fuß den Berg nach Kobe herab und begaben uns zum Sutekirando, was soviel heißt wie Steakland. Dort gab es dann für meine Freundin ein Stück Koberind und für mich anderes Rind, weil ich ja schon zwei Wochen zuvor Koberind hatte. Außerdem Wollte die den direkten Vergleich machen. Dabei stellte sich heraus, dass auch das Nicht-Koberind sehr lecker ist, aber nicht an das Koberind heran kommt. Ich hatte nicht erwartet, dass man den Unterschied so deutlich schmecken würde. Natürlich war der Preisunterschied auch dementsprechend.

Das tolle am Steakland ist, dass das Fleisch und die Beilagen direkt vor einem zubereitet werden und man genau zusehen kann. Das ist echt tolles Entertainment.

Nach dem Essen gingen wir durch die gleiche Einkaufspassage nach Chinatown. Dort aßen wir einige chinesische Snacks und gingen dann weiter zum Meriken Park. Das ist ein Park direkt am Hafen von Kobe mit Blick aufs Meer und einer kleinen Gedenkstätte für das Kobeerdbeben von 1995. Es gibt sogar ein Stück original erhaltenen Hafenabschnitt nach dem Beben.

Von dort aus begaben wir uns dann wieder zum Bahnhof, um zurück nach Kyoto zu fahren.

 

Welcher Tag in Kobe gefällt euch besser? Was hättet ihr euch angesehen?

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7 Gedanken zu “#127 zwei mal Kobe

  1. Tara schreibt:

    Beim Kobe Beef waere ich sofort dabei gewesen! Man, sieht das lecker aus!!
    Lustigerweise werden Kuehe bei uns in Okazaki auch verehrt. Sowohl in einem Schrein direkt neben unserem Haus als auch in den Bergen sieht man die Kuh Statuen oft, meist mit roten Baendern und Glocken geschmueckt. Anscheinend bringen sie Glueck und Erfolg fuer Schueler bei Pruefungen etc.

    … in Kobe macht das mit dem Fleisch allerdings um einiges mehr Sinn, haha. 😀
    Sehr schoene Fotos, wie immer. Viel Spass weiterhin. 🙂

    Gefällt 1 Person

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