#121 Tempel über Tempel und zwischen durch ein Schrein

Heute bin ich seit zwei Wochen in Kyoto. Die letzte Woche war ab Mittwoch von meiner Sprachschule geprägt, aber natürlich habe ich das Wochenende genutzt um etwas zu unternehmen. Was ich gemacht habe erfahrt ihr gleich. Zuerst gibt es aber ein paar Bilder von Essen, das ich mir in der letzten Woche einverleibt haben.

Jetzt geht es los mit Samstag den 14. April. Ich hatte mich dazu entschlossen mir den goldenen Pavillon (Kinkaku-ji) anzusehen, weil das Wetter sehr schön war. Da der Tempel auch nicht so weit von meiner Unterkunft weg ist, bin ich zu Fuß hingegangen. Gegen 9:30 Uhr war ich da. Natürlich war ich nicht der einige, der die Idee hatte dort hinzugehen. Es waren jede Menge Leute da.

Der Eintritt hat 400 Yen gekostet. Dafür macht man ein paar Fotos vom Pavillon, der wirklich beeindruckend aussieht, und schiebt sich mit der Menschenmenge durch den anschließenden Garten. Zwischendurch gibt es ein paar Verkaufsstände. Insgesamt fand ich den Tempelbesuch etwas enttäuschend. Die Eintrittskarte ist aber sehr schön und das Machasofteis, welches ich am Ende gegessen habe war auch super schmackhaft.

Da der Tag noch jung war, ging ich einfach zum nächsten Tempel, dem Ryoan-ji. Dort war nicht ganz so viel los und die Menschen konnten sich in dem Garten besser verteilen. Der Eintritt hat 500 Yen gekostet. Dafür gab es auch einen Steingarten zu sehen. Den schaute ich mir natürlich auch an, aber ich kann Steingärten nicht ganz so viel abgewinnen.

Auf dem Weg zum nächsten Tempel habe ich mir noch einen kleinen Schrein angesehen.

Danach ging es weiter zum Gochisan Renge-ji Tempel. Denn fand ich eigentlich auch nur durch Zufall. Touristen sieht man hier keine.

Dann kam ich bei dem Tempel an, den ich mich tatsächlich ansehen wollte. Der Ninna-ji kostet keinen Eintritt, ist nicht so überlaufen und hat eine schöne Pagode.

Nachdem ich den Tempel verlassen hatte, fing mein eigentliches Abenteuer aber erst an. Ich hatte nämlich beschlossen ein bisschen durch den Wald zu spazieren. Dabei kam ich auf einen kleinen Wanderweg, der von unzähligen kleinen Tempeln gesäumt war. Ich bin bestimmt an etwa zehn Tempel vorbeigekommen und es gibt dort noch einige mehr. An jedem der Tempel gab es eine Klangschale. Ab hier gab es keine Touristen mehr. Nur noch ein, zwei Japaner, die mich im Vorbeigehen mit einem freundlichen „Konnichiwa“ grüßten.

Ich ging den Weg immer weiter und kam irgendwann an einem verlassenen Haus mitten im Wald vorbei, an dem es auch einen kleinen Tempel gab. Das Haus sah nicht mehr bewohnt aus. Ich bin ein bisschen drumherum geschlichen. Es ging jedoch nirgends hinein. Es gab auch eine kleine überdachte Wasserstelle. Das Dach sah aber aus als ob es jeden Moment zusammenbricht. Als ich darunter durch ging hielt es aber.

Hinter dem Haus ging dann kein Weg mehr weiter. Da ich den ganzen Weg nicht zurückgehen wollte und wusste, dass es irgendwo eine Straße geben musste, bin ich kurzerhand die vor mir liegende fast senkrechte Steigung hochgeklettert. Nachdem ich so etwa 15 Höhenmeter überwunden hatte, klettere ich noch über eine Begrenzung und war auf der Straße. Ich ging noch zwei Serpentinen nach oben und genoss die Aussicht.

Ich entdeckte dann einen felsigen Weg dem ich bis zu einem Torii mitten im Wald folgte. Auch dieser Weg war dann plötzlich zu ende. Davon ließ ich mich aber nicht aufhalten und ging dann einfach wieder querfeldein weiter. Das war etwas abenteuerlich, aber irgendwann war ich wieder in der Zivilisation angekommen.

Dort fand ich noch einen kleinen Schrein, an dem ich mich kurz ausruhte. Dann suchte ich einen Kombini, um mir ein paar Snaks zu kaufen, denn ich hatte nur eine Misosuppe zum Frühstück gehabt.

Danach machte ich mich auf den Heimweg und fand noch ein Restaurant für den großen Hunger. Dort gab es ein köstliches Tonkatsu.

Zum Abschluss des Tages ging ich noch in ein kleines Sento (öffentliches Bad), dass keine 400 Meter von meiner Unterkunft entfernt ist. Dort ließ ich es mir nach meiner 14 Kilometer Wanderung im heißen Wasser gut gehen.

 

Welcher Tempel gefällt euch am besten? Seit ihr eher Wanderweg- oder Querfeldeinwanderer?

 

 

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11 Gedanken zu “#121 Tempel über Tempel und zwischen durch ein Schrein

  1. Tara schreibt:

    Sieht aus als hättest du eine Menge Spaß! 🙂 sehr schöne Fotos.
    Ich bin auch eher der querfeldein Erkundungstyp haha, auch wenn mein schlechter Orientierungssinn mir da nicht selten einen Strich durch die Rechnung macht. 😉

    Gefällt 1 Person

  2. rumiko schreibt:

    Eine lange und tolle Wanderung sieht mir au 😀
    Erste drei Kinkakuji, Ryoanji und Ninnaji war ich auch, alle sind super!
    Die Reste Abenteuer sieht auch klasse aus 🙂
    14 Km Wanderung einmal zu machen habe ich keine Lust, aber die Wanderung bis zum Sento ist toll 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. rumiko schreibt:

    Oh es tut mir leid, ich dachte, die 14 km Wanderung bis zum Sento war 🙂
    Diese drei Tempel haben ganz andere Charakter, also ist es schwierig zu vergleichen.
    Wmm, aber wenn ich nur ein Tempel in der Drei besuchen könnte, wähle ich Kinkakuji. 🙂

    Gefällt 1 Person

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