#119 Seit drei Tagen in Kyoto

Und da ist er mein erster Beitrag aus Japan. Ob wohl ich erst seit drei Tagen in Japan bin, ist schon viel passiert und ich habe jede Menge Bilder gemacht. Vorsicht dieser Beitrag enthält viele Bilder. Die Bilder habe ich alle beschriftet, also einfach drauf klicken und in groß ansehen 😉

Anreise (02.04. bis 03.04.)

Die Anreise war zuerst einmal eine Abreise mit entsprechend vielen Verabschiedungen von Familie und Freunden. Von meinen Eltern habe ich mich am 31.03. verabschiedet und bin dann mit meiner Freundin nach Heidelberg gefahren. Von Heidelberg ist es nicht weit bis nach Frankfurt, von wo mein Flug ging.

Wir waren sehr zeitig am Flughafen und der Check-in sowie das Kofferabgeben hat besser geklappt, als ich erwartet hatte. Direkt vor der Sicherheitskontrolle gab es dann die letzte Verabschiedung. Die von meiner Freundin, denn sie kommt erst in einem Monat nach.

Auch die Sicherheitskontrolle ging mit etwa zehn Minuten super schnell. Noch eine Weile am Gate warten und schon saß ich im Flieger von Air China nach Peking. Am 02.04. um 13:55 Uhr war Abflug und am 03.04. um 5:00 Uhr (pekinger Zeit) bin ich gelandet. Nach drei Stunden Aufenthalt und einer weiteren Sicherheitskontrolle ging es mit dem nächsten Air China Flieger nach Osaka. Etwa 11:30 Uhr bin ich in Osaka gelandet.

Bei der Passkontrolle habe ich dann auch gleich meine Residence Card bekommen. Das ist ein japanischer Personalausweis für Ausländer. Ich bin dann mit dem Bus von Osaka nach Kyoto Station und von dort mit einem Stadtbus sehr weit nördlich von Kyoto zu meiner Unterkunft gefahren.

Das hat etwas länger gedauert als ich erwartet hatte und ich hatte etwas Sorge meinen Termin um 17 Uhr zu verpassen. Ich hatte mich mit meinem Vermieter zur Schlüsselübergabe verabredet. Zum Glück hatte ich reichlich Zeit eingeplant und war gerade noch pünktlich zum Treffen. Ich bekam den Schlüssel für mein neues Reich übergeben uns sogar eine kleine Führung. Und ihr bekommt jetzt auch eine kleine Führung durch meine Wohnung für den nächsten Monat.

Nachdem ich alle wichtigen Leute von meiner guten Ankunft unterrichtet hatte, ging ich gegen 19 Uhr für etwa drei Stunden die Gegen erkunden und kaufte auch gleich ein paar Dinge ein. Unter anderem ein Bento als meine erstes Abendessen in Japan. Etwa 23 Uhr bin ich ins Bett gegangen. Da ich im Flugzeug mal wieder nicht wirklich geschlafen hatte, war ich nach etwa 36 Stunden ohne richtigen Schlaf auch ziemlich fertig.

Botanischer Garten, Kirschblüte und Rathaus

Am 04.04. bin ich erst 9 Uhr aufgestanden, weil ich ein bisschen Schlaf nachholen musste. Dann gab es eine Misosuppe zum Frühstück, bevor ich zum Botanischen Garten von Kyoto aufgebrochen bin, um mir die Kirschblüte anzusehen. Die volle Blüte war leider schon am 02.04. gewesen. die habe ich leider verpasst.

Aber auch die durch den Wind von den Bäumen schneienden Blütenblätter sind einen Blick wert. Außerdem gab es an dem Fluss, an dem ich zum Botanischen Garten entlangging auch noch Bäume mit vielen Blüten.

Der Eintritt in den Botanischen Garten hat 200 Yen gekostet. Zuerst kam mir der Garten sehr leer vor, aber als ich in die Areale mit Kirschbäumen ging, fand ich die restlichen Gartenbesucher. Vermutlich heiraten zur Kirschblüte auch viele Japaner, denn im Park habe ich mindestens vier oder fünf für Fotos posierende Brautpaare gesehen. Ich habe unauffällig versucht davon ein paar Fotos zu machen.

Nach dem Garten war ich im Rathaus und habe meine Adresse in meine Residence Card eintragen lassen. Außerdem bin ich der japanischen Krankenversicherung beigetreten. Das ist Pflicht, kostet aber nur 1.600 Yen (also etwa 12 Euro) im Monat.

Auf dem Heimweg bin ich noch an einem Tempelbereich mit mehreren Tempel vorbei gekommen. Die hatten zwar alle schon zu, aber dafür war außer mir niemand da. Einen Shinto-Schrein habe ich mir dann auch noch angesehen.

Zuhause gab es dann zur Stärkung ein Bento, das ich mir unterwegs gekauft habe, und einen Melonpan. Ich bin nämlich alles zu Fuß gegangen. Mittags gab es auch ein Bento.

Namensstempel, Handyvertrag und Kyoto Station

Am 05.04. bin ich gleich nach dem Aufstehen und frühstücken mit dem Bus in die Stadt aufgebrochen, um mir einen Namensstempel (Hanko) zu besorgen. Den habe ich mir im Loft für etwa 12 Euro gekauft. Danach war ich in einer Spielhalle und habe mir die Automaten angesehen. Ich habe auch 100 Yen investiert und bin Auto gefahren. Es gibt aber auch Straßenbahnsimulatoren.

Danach war es Zeit für was zu futtern. Ich schaute mir also die Plasikessenauslagen an und entschied mich für Omuraisu (mit Reis gefülltes Omelett) mit Curry und Käse. Sehr lecker. Zum Nachtisch gab es einen Minipancake.

Mitten in einer Einkaufsstraße fand ich dann einen Schrein. In einem Moment ist man auf einer belebten Einkaufsstraße und im nächsten vor einem Schrein bei Stille. Echt erstaunlich.

Ich habe auch viele junge und auch ältere Frauen im Yukata gesehen. Das schaue ich mir immer gerne an. Ein paar habe ich auch für euch fotografiert.

Als nächstes bin ich zum Bic Camera in der Kyoto Station gegangen, um einen Handyvertrag abzuschließen. Übrigens der erste Handyvertrag den ich je abgeschlossen habe. Ich habe jetzt einen Vertrag mit 6 GB Datenvolumen für 10 Euro im Monat der ein Jahr läuft. Ich brauchte nicht mal ein japanisches Konto, denn der Betrag wird monatlich von meiner Kreditkarte abgebucht.

Ich habe mir dann auch noch die Kyoto Station etwas genauer angesehen und bin die große Treppe hoch gegangen. Rolltreppen sich für Anfänger 😉 Ich war ganz oben und hatte eine schöne Aussicht über Kyoto.

Danach bin ich von der Kyoto Station ein Stück mit der U-Bahn gefahren und den Rest nach Hause gelaufen. Den Abend habe ich damit verbracht diesen Beitrag zu schreiben. Ich hoffe er gefällt euch.

 

Gefällt euch der Beitrag? Was fandet ihr am interessantesten?

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12 Gedanken zu “#119 Seit drei Tagen in Kyoto

  1. MT schreibt:

    Die ersten Tage in Kyoto scheinen sehr geschäftig gewesen zu sein. 🙂

    Es ist wirklich spannend zu darüber lesen, was es so am Anfang in Japan noch zu erledigen gibt. Ich kann mir vorstellen, dass es bei bestimmten amtlichen Angelegehenheiten auch gewisse Sprachbarrieren gibt. Hattest du in der Beziehung schon Erfahrungen gemacht? Wo kommt man mit Englisch überhaupt nicht weiter?
    Auch die Brautpaare im Park sehen toll aus. Haben alle Pärchen, die du dort getroffen hast in traditionell japanischer Bekleidung geheiratet oder hast du auch westlichere Kleidung gesehen?

    PS. Persönlich finde ich ja auch immer interessant, was es so an Essen gibt. Daher immer gerne weiter Bilder davon machen. Diesen Pancake beispielsweise würde ich auch gern mal probieren. 😀

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Hallo MT,
      ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt.
      Zu deiner Frage zur Sprachbarriere. Im Rathaus konnte alle Leute, mit denen ich zu tun hatte, kein oder so gut wie kein Englisch. Ich habe dort aber einen Zettel bekommen, auf dem alles auf Englisch erklärt stand.
      Beim Handyvertrag hatte ich gleich mit drei verschiedenen Mitarbeitern von Bic Camera zu tun. Der erste konnte gut Englisch, der zweite fast gar nicht und der dritte einigermaßen.
      Ich habe eine in einem westlichen Kleid gesehen. Alle anderen waren Traditionell japanisch gekleidet.
      Es werden sicher noch einige Bilder von Essen dabei sein 😉

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      • einjahrjapan schreibt:

        Es ist tatsächlich eine Mischung aus allen drei. Die prozentuale Verteilung kann ich jetzt aber nicht so genau angeben. An vielen Stellen braucht man aber auch nichts sagen. Da reichen oft Gesten.
        An der Sprachschule verstehen die Lehrer Englisch, aber in Restaurants oder Geschäften eher selten. Also viel Rumfuchteln, ein bisschen Japanisch und ein bisschen Englisch.

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