#103 Tag 10 Comicmesse und Onsen in Odaiba

Da ich in drei Monaten um die Zeit schon in Japan bin, geht es jetzt weiter mit Tag 10 der Japanreise, dem 11.08.2017. An diesem Tag zog es uns nach Odaiba. Was wir dort erlebt haben erfahrt ihr jetzt.

Wir sind früh aufgestanden, um zeitig nach Odaiba zur größten Comicmesse der Welt aufzubrechen. Vorher gab es natürlich trotzdem Frühstück. Da wir noch Natto vom Vortag hatten, gab es mit Ei gebratene Natto. Die ganze Unterkunft roch nach Käsefüssen, aber es war durchaus essbar.

Richtige Comicfans stehen noch wesendlich früher auf als wir, um möglichst früh bei der Messe zu sein. So auch unsere Unterkunftsgenossin. Sie ist gefühlt mitten in der Nacht losgezogen, als meine Freundin und ich noch selig schliefen.

Als wir schließlich bei der Messe im Tokyo Big Sigth ankamen, war es schon Vormittag. Laut meiner Freundin, die die Messe schon ein mal besucht hat und damals sehr früh da war, war die größte Menschenmenge schon vorbei. Bei den vielen Menschen, die sich dort über das Gelände drängten kaum vorstellbar. Es waren für mein Empfinden echt viele Leute.

Auf der Messe bieten unbekannte und bekannte Künstler ihre Comics und Basteleien an kleinen Ständen zum Verkauf. Das ganze ist wie ein riesiger Markt und kostet keinen Eintritt. Die Dimensionen sind gewaltig. Aber obwohl dort so viele Menschen unterwegs sind, ist alles geordnet und ruhig. Auf einer deutschen Messe, wie der Buchmesse in Leipzig, kaum vorstellbar.

Natürlich gibt es auch Cosplayer zu sehen. Diese dürfen sich aber nur in bestimmten Bereichen kostümiert bewegen und sind ständig von Fotografen umringt.

Wir waren letztlich auch nur etwa zwei Stunden auf der Messe unterwegs und haben uns dann Odaiba genauer angesehen. Odaiba ist eine künstlich aufgeschüttete Insel, um Raum für die Ausbreitung von Tokyo zu schaffen. Hier gibt es viele Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten. Wir gingen an einem Freizeitpark und einem großen Einkaufszentrum vorbei.

Wir schlenderten aber nicht ziellos durch Odaiba, sondern bewegten uns Richtung Tokyo Odaiba Oedo Onsen Monogatari, einem Erlebnisonsen. Dort trafen wir uns mit unsere Mitbewohnerin und gingen hinein.

Eigentlich standen wir erstmal eine Weile an, bis wir rein kamen. Dann zogen wir uns die Schuhe aus und schloßen diese in kleine Schließfächer ein. Als nächstes warteten wir noch ein bisschen bis wir jeder einen Spindschlüssel (mit denen im Onsen Bargeldlos bezahlt wird) und einen Yukata bekamen. Es gab je fünf verschiedene für Männer und Frauen, aus denen wir uns einen aussuchen durften.

Dann trennten sich unsere Wege in die Umkleidekabinen. Nach den Umkleidekabinen trafen wir uns im Onsen wieder. Im Onsen gibt es neben der eigentlichen heißen Quelle einige Souvenirgeschäfte, etliche Restaurants, verschiedene Ausruhbereiche und einen Garten mit Fußbecken.

Wir schauten uns zuerst alles an, aßen etwas und gingen durch den im Dunkeln beleuchteten Garten, bevor wir uns für etwa 1,5 Stunden für das geschlechtergetrennte Bad trennten. Weil ich ja, im Gegensatz zu den beiden Mädels allein und das mein erster Onsenbesuch war, war ich gespannt wie es sein würde. Und ich fand es super.

Zuerst zog ich mir den Yokata aus, nahm mir ein großes und ein minikleines Handtuch und betrat dann nakt den Onsenbereich. Nur um gleich wieder rausgeschickt zu werden, da ich mit dem großen Handtuch nicht rein durfte. Nur das kleine Handtuch ist im Onsenbereich erlaubt.

Dort steuerte ich zuerst auf den Waschbereich zu, an dem sich schon eine Schlage gebildet hatte. Vor dem Betreten der Becken sollte man sich nämlich gründlich den ganzen Körper und die Haare waschen. Am besten mit viel Schaum. Ich habe einige Japaner gesehen, die das volle Beauty-Programm inklusive Rasur durchgezogen haben.

Nach dem Waschen schaute ich mir die verschiedenen Becken an und stieg natürlich auch hinein. Das Wasser ist in den meisten Becken heiß bis sehr heiß. Es gibt aber auch ein Becken mit eiskaltem Wasser zum Abkühlen. Außerdem gibt es einen schönen Außenbereich und ein Dampfbad. Die vereinbarten 1,5 Stunden vergingen leider viel zu schnell.

DSCN3645

Wir trafen uns nach dem Baden wieder im Shop- und Restaurantbereich und verließen bald den Onsen. Da es schon spät geworden war, machen wir uns auf den Weg zur Unterkunft. Das war sicher nicht mein letzter Besuch in einem Onsen.

 

Wart ihr schon mal auf einer großen Comicmesse oder in einem Onsen? Habt ihr ein Problem im Onsen nakt zu sein?

 

 

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3 Gedanken zu “#103 Tag 10 Comicmesse und Onsen in Odaiba

    • einjahrjapan schreibt:

      Der Onsen ist sehr schön. Mir fehlen aber die Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Onsen. Ab April werde ich aber versuchen einige mehr auszuprobieren. Gibt es empfehlenswerte Onsen in Kyoto und Umgebung?

      Gefällt mir

  1. wordBUZZz schreibt:

    Von einem Erlebnisonsen habe ich auch noch nichts gehört… Japan überrascht mich immer wieder, aber unsere Erlebnisbäder hier in Europa sind vermutlich nicht sehr viel anders… Da ich so oder so Baden absolut nicht mag, bleibe ich lieber draußen.

    Comicmessen sind nicht wirklich meins, dann lieber Bücher… aber die Cosplayer sehen teilweise echt gut aus. Wobei ich vermutlich mindestens bei 99% keine AHnung hätte, wer wen darstellt.

    Gefällt 1 Person

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