#99 Ich kündige!!

Wie Titel und Titelbild bereits verraten, geht es in diesem Beitrag ums Kündigen. Aber auch Arbeitslosengeld, Krankenkasse und Rente sind Themen, die im Zuge der Vorbereitungen auf das Work and Travel beleuchtet werden müssen. Deshalb gibt es heute einen Beitrag mit viel Text, wenig Bilder und hoffentlich etwas nützlicher Information.

Zuerst habe ich letzte Woche zwei Kündigungen abgegeben. Ich habe letzten Montag nun offiziell zum 31.03.2018 bei meinem jetzigen Arbeitgeber gekündigt. Inoffiziell hatte ich es aber schon etwa zwei Monaten zuvor mitgeteilt. Mein Arbeitgeber lässt mich nicht gern gehen, auch wenn er muss. Es ist aber schön zu wissen, dass ich in den letzten 2,5 Jahren gute Arbeit abgeliefert habe.

Außerdem habe ich ebenfalls am Montag mein Zimmer in der WG gekündigt. Seit unserem Umzug innerhalb von Leipzig im Juni wohne ich schon nur noch als Untermieter in der WG. Ich stehe also nicht im Hauptmietvertrag, sondern habe einen Untermietvertrag mit meinen Mitbewohnern. Das erleichtert mir den Auszug, da ich keinen Nachmieter suchen muss, sondern einfach zum 31.03.2018 ausziehen kann. Sollte jemand von euch ein geräumiges, zentrumsnahes Zimmer in Leipzig in einer tollen WG suchen kann er sich aber gerne bei mir melden. Wahlweise auch mit Möbeln.

Neben den Kündigungen habe ich auch noch ein paar Anrufe bei der Agentur für Arbeit, der Krankenkasse und der Rentenversicherung erledigt.

Agentur für Arbeit wegen Arbeitslosengeld

Ich habe bei der Agentur für Arbeit angerufen, um mich arbeitssuchend zu melden und mir den Antrag auf Arbeitslosengeld zuschicken zu lassen. Den Arbeitslosengeld werde ich ausfüllen und Ende März mit zur Agentur nehmen, wenn ich mich persönlich arbeitslos melde. Da ich zwei Jahre gearbeitet habe, ergibt sich bei mir ein Arbeitslosengeldanspruch von 12 Monaten. Da ich aber selbst kündige, habe ich nur auf neun statt zwölf Monate Arbeitslosengeld Anspruch.

Ich werde also am 01.04.2018 aufwachen, arbeitslos sein und Arbeitslosengeld beziehen. Das ganze mache ich dann bis zum Ende des Tages. Denn bei meiner Arbeitslosmeldung werde ich mich auch ab dem 02.04.2018 aus Deutschland und bei der Agentur für Arbeit abmelden. Damit pausiert mein Arbeitslosengeldanspruch von neun Monaten minus einen Tag bis ich mich nach einem Jahr wieder in Deutschland anmelde.

Ich hoffe natürlich nach dem Jahr schnell wieder Arbeit als (am liebsten technischer) Einkäufer in einem mittelständischen bis großen Industriebetrieb zu finden und den Anspruch am besten gar nicht geltend machen zu müssen. Es ist aber gut sich abgesichert zu wissen.

Krankenkasse

Bei der Krankenkasse habe ich erfahren, dass mich die Agentur für Arbeit bei der Krankenkasse abmeldet, wenn ich mich abmelde. Während des Work and Travel werde ich über eine Auslandskrankenversicherung versichert sein. Sobald ich wieder zurück in Deutschland bin, meldet mich entweder die Agentur, mein neuer Arbeitgeber oder ich selbst wieder bei der Krankenkasse an.

Rentenversicherung

Zum Schluss habe ich noch bei der Rentenversicherung angerufen. Mich interessiert natürlich, ob sich das eine Jahr Nichtbeitragszahlung in die deutsche Rentenversicherung irgendwie negativ auf meinen späteren Rentenanspruch auswirkt.

Hier gab es Endwarnung. Bis zu zwei Jahre Nichteinzahlung sind ohne Probleme möglich und wirken sich nicht wirklich auf die Rente aus. Es ist auch möglich freiwillig weiter in die Rentenkasse einzuzahlen. Ich habe aber am Telefon und auch in diversen Beiträgen erfahren, dass sich das nicht lohnt und man sich das getrost sparen kann.

Und sein wir mal ehrlich. Bis ich Rente bekomme, wird die gesetzliche Rente sowieso nicht mehr ansatzweise ausreichen und es muss eine private Vorsorge her.

 

Habt ihr schon mal (egal was) gekündigt? Findet ihr die Infos nützlich?

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9 Gedanken zu “#99 Ich kündige!!

  1. Tanja im Norden schreibt:

    Muss man das machen mit dem Arbeitslosein für einen Tag? Ich habe den Informationssalat der Arbeitsagentur vor zwei Jahren so interpretiert, dass mir kein Nachteil entsteht, wenn ich mich erst mit einer Verzögerung von einigen Monaten arbeitslos melde (es war aber klar dass es um einen Zeitraum < 1 Jahr geht) und habe es da auch drauf ankommen lassen. Zum Glück war's hinterher egal, weil alles geklappt hat.

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  2. Tara schreibt:

    Ich war (glücklicherweise) als ich aufgebrochen bin nur graduierte Studentin, also gab es da nicht viel zu kündigen. 🙂
    Aber sehr informativer Beitrag. Man muss ja auch immer sehen, wie es wird, wenn man doch wieder nach Deutschland zurückgeht.

    Gefällt 1 Person

  3. Sven Voigt schreibt:

    Hey!

    Also das ist ein wirklich toller Beitrag! Ich fand es sehr interessant zu lesen Und hätte nicht gedacht, dass man für einen Auslandsaufenthalt sein ALG1 quasi einfrieren lassen kann. Du Fuchs 😉

    Ist es dir schwer gefallen, Abschied von deiner Firma nehmen zu müssen? Bzw denkst du, dass es schwierig werden könnte? Ich meine zweieinhalb Jahre ist ja schon ein moderater Zeitraum.

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    • einjahrjapan schreibt:

      Naja die Arbeit macht meist Spaß und die Kollegen sind echt super. Ein bisschen schade ist es da schon, dass ich dort aufhöre. Aber ich trauere nicht dem Alten nach, sonder freue mich auf all das Neue, was es in Japan zu erleben gibt.

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