#85 Tag 3 Shinjuku, Ikebukuro und Hasencafé

Heute berichte ich euch vom ersten richtigen Tag, der nichts mit Anreise zu tun hatte. Der dritte Tag der Reise war der 04.08.2017, ein Freitag.

Der Tag begann mit einem Frühstück, welches aus den Resten unserer Snaks für den Flug entstand.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Shinjuku. Bis zur Shinjuku Station ist es nur eine Haltestelle mit der U-Bahn von Hatsudai. Da wir gegen kurz nach 8:00 Uhr und somit in der Rush hour unterwegs waren, haben wir auch gleich eine etwas vollere U-Bahn erlebt. So voll aber auch nicht, denn es musste noch niemand von außen die Leute reindrücken, damit die Türen zu gehen.

Die U-Bahn Station von Shinjuku ist riesig und zum Verlaufen. Es gibt mehrere U-Bahn Linien und Einkaufszentren und es sind Unmengen an Menschen unterwegs.

Wir sahen uns zuerst mal ein bisschen in Shinjuku um und gingen in einen Don Quijote (einem Laden in dem es von Kosmetik über Erotikartikel bis zum Cosplay alles Mögliche gibt). Vom Don Quijote hatten wir einen guten Blick auf den riesigen Godzilla (in Japan Gojira genannt) in Shinjuku.

Nach einem ersten Überblick über Shinjuku fuhren wir mit der U-Bahn nach Ikebukuro, einem Manga und Anime Viertel vorwiegend für Mädchen und Frauen. Dort sahen wir uns die erste Spielhalle an und es gab das erste lecker japanische Essen zum Mittag. Außerdem waren wir im dortigen Pokemon-Center.

Als nächstes wollten wir etwas „typisch japanisches“ ausprobieren und besuchten ein Hasencafé. Dieses lag im Keller. Wir klopften an der Tür und bekamen einen Zettel in die Hand gedrückt auf dem die Verhaltensregeln standen und das keine Haftung dafür übernommen wird, wenn Klamotten angeknabbert oder man angepinkelt wird.

Nachdem wir eingetreten sind bekamen wir eine Art Gummirock und eine lange Schürze. Es war also nahezu unmöglich, dass man angeknabbert oder angepinkelt wird. Außerdem bekamen wir eine kleine Dose mit Futter für die Hasen.

Wie ein typisches Café sah es nicht aus. Es gab kleine abgegrenzte Bereiche in denen die Hasen frei herumliefen und sich auf jeden stürzten, der so eine kleine Dose mit Futter hatte.

Wir bestellten auch nichts zu trinken, den unser primäres Ziel war es Hasen zu streicheln. Das gelang uns sehr gut. Außerdem beobachteten wir zwei Japan, die sich riesig über die Hasen freuten und nicht müde wurden das Wort „kawaii“ (auf deutsch niedlich oder süß) zu benutzen.

Nach einer Weile wurden wir von einer freundlichen Café-Angestellten gefragt, ob wir noch ein anderes Tier streicheln wollen. Welches verstanden wir leider nicht. Wir hatten uns schon über die merkwürdigen Geräusche aus dem hinteren Teil gewundert. Dort wurden wir dann hingeführt und es gab tatsächlich Otter zu streicheln. Otter sind so kawaii!!!

Man sollte auch nur auf die süßen Otter achten und nicht unter welchen Bedingungen diese gehalten werden. Das könnte dem Ottervergnügen nämlich schnell ein Ende bereiten, den aus meiner Sicht sind die Bedingungen suboptimal.

Wenn man das jedoch ausblendet, ist es echt toll die vier Otter rumwuseln zu sehen, zu füttern und zu streicheln. Es ist fast unmöglich das Gesicht eines Otter scharf zu fotografieren, da diese immer in Bewegung sind.

Nach einer halben Stunde war das Vergnügen auch schon vorbei. Sollte man aber auf jeden Fall mal gemacht haben.

Nach unseren Hasen-Otter-Erlebnis gingen wir noch ein bisschen durch Ikebukuro und aßen jeder einen leckeren Eisbecher. Später gab es noch einen Tayaki und dann war der dritte Tag auch schon vorbei. Wir fuhren mit der U-Bahn zurück zur Unterkunft und ließen den Abend ausklingen.

Wir gingen nicht zu spät ins Bett, denn am nächsten morgen sollte es in aller Frühe zu Tsukiji, dem größten Fischmarkt der Welt, gehen.

 

Wart ihr schon mal in einen Hasencafé oder etwas ähnlichem? Könntet ihr die Haltungsbedingungen ausblenden? 

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5 Gedanken zu “#85 Tag 3 Shinjuku, Ikebukuro und Hasencafé

  1. Die beflaggte Möhre schreibt:

    Das mit den Tier-Cafés ist, finde ich, ein ganz unschöner Trend… und, dass sie so beliebt sind finde ich ausgesprochen schade. Ich bin mit Absicht in kein solches Café gegangen, habe in Japan die Tier-Abteilungen von Malls gemieden und um Zoos etc. einen Bogen gemacht, da der Umgang mit Tieren in Japan wirklich einer der großen Problempunkte für mich ist dort.
    Aber es freut mich, dass deine Reise endlich losgegangen ist, hattest dich ja schon so darauf gefreut 😀

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  2. wordBUZZz schreibt:

    Weshalb heißt dieser Laden eigentlich Don Quijote? Kann mir das jemand mal bitte erklären? Kämpft man dort gegen Windmühlen?

    Futter sieht sehr lecker aus… Gibt es eig. auch einen Dungeon für Dungeon and Dragons Fans? Aber irgendwie ist das Pokécenter schon cool….

    Kurz vor meiner Abfahrt hat bei uns um die Ecke ein Katzencafé eröffnet. Ich hoffe irgendwie noch sehr, dass es das nach meiner Rückkehr noch geben wird. Allerdings ist die altung tatsächlich nicht optimal. aber eig. sind selbst Zoos zu klein und ich denke Japanern etwas von artgerechter Haltung vorzutragen. Ich schätze den Großteil der Bevölkerung nun nicht so ein, als dass es sie großartig interessieren würde. Leider….

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    • einjahrjapan schreibt:

      Ich habe keine Ahnung warum der Laden Don Quijote heißt. Oft werd er auch einfach nur Donki genannt. Gegen Windmühlten habe ich noch niemanden kämpfen sehen. Einen Laden names Sancho Panza konnte ich auch noch nicht entdecken.
      Ob es einen Dungeon gibt weiß ich nicht, aber wenn es einen gibt, dann in Tokyo.
      Tierhaltung in Japan ist so eine Sache. Am besten macht man einen Bogen um Tierhandlungen, wo die Tiere im Schaufenster in kleinen Glasvitrinen ausgestellt werden.

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      • wordBUZZz schreibt:

        Du die Iren sind in Sachen Zoohandlungen leider auch nicht soviel besser… In Deutschland denke ich auch nicht, wobei es dort ja Gott sei Dank „nur“ um Kleintiere geht….

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