#78 Tag 20 Koya-san

Wir haben unseren Kneipenabend vom Vortag gut überstanden und sind am 10.09.2015, dem 20. unserer Reise nach einer früh mit dem Zug zum Koya-san in der Präfektur Wakayama aufgebrochen.

Der Koya-san liegt südlich von Osaka, aber gar nicht so weit weg. Er ist ein Tempelberg auf dem es viele Tempelherbergen gibt, in denen man übernachten kann. Da wir mit einem Local Train gefahren sind, hat die Fahrt eine ganze Weile gedauert. Dafür konnten wir die schöne Aussicht aus dem langsam vor sich hin fahrenden Zug getrachten. Wir fuhren langsam den Berg hinauf und konnten dampfende Wälder sehen.

Irgendwann mussten wir an einem verlassenen Bahnhof umsteigen und hatten fast eine Stunde Zeit bis unser nächster Zug kam. Während wir am Bahnsteig warteten düste ein Rapid Train an uns vorbei. Der hilt garnicht erst an diesem verlassenen Bahnhof. Mit dem wären wir deutlich schneller gewesen. Aber wer weiß, ob wir dann so viel gesehen hätten. Wir fuhren also mit dem Bummelzug weiter und fuhren das letzte steile Stück mit einem Cable Car nach oben.

Auf dem Koya-san angekommen, begrüßte uns das Maskottchen des Koya, Koya-ku. Wir trafen ein junge Deutsche getroffen, die in einer der Tempelherbergen übernachtete. Sie und ein Südamerikaner begleiteten uns und wir erkundeten zusammen die Gegend. Wir sahen uns die Tempelanlagen und die Souvenirlände an. Nach zwei drei Stunden trenten sich unsere Wege aber wieder.

Es regnete viel, sodass wir uns ab und zu unterstellen mussten. Außerdem war es auf dem Koya-san durch die Höhe von 867 m etwas frisch. Ich habe nicht direkt gefroren, aber in Kombination mit dem Regen war es etwas unangenehm. Ich hatte eben Kleidung für einen heißen Tag an und den hatten wir nicht.

Der Regen verschaffte uns jedoch einen großen Vorteil. Der Koya-san ist gekannt für seinen schönen Friedhof, den sich sich normalerweise viele Leute ansehen. Durch den Regen fanden wir den Friedhof aber fast völlig verlassen vor.

Es roch nach Regen und Nebel lag in der Luft. Um uns herum waren vermooste Gräber und riesige Bäume. Es wurde langsam dunkel und die Laternen am Wegesrand gingen an. Niemand außer uns weit und breit. Diese Atmosphäre entschädigte uns für alle Strapazen die wir an diesem Tag auf uns genommen hatten.

Als es bereits dunkel war, machten wir uns auf den Rückweg nach Osaka und kamen erst spät an unserem Hotel an. Dort gab es dann erstmal was zum Essen im hoteleingenem Hotel. Bestellt wurde über ein Tablet und irgendwann kam dann das Essen.

Bevor ich an diesem Tag ins Bett ging probierte ich die schmale aber tiefe Wanne in meinem Zimmer aus und entspannte bei einem heißen Bad. Der nächste Tag sollte schon unser letzer sein.

 

Habt ihr schon mal vom Koya-san gehört? Wie gefallen euch die Bilder?

 

 

 

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2 Gedanken zu “#78 Tag 20 Koya-san

  1. wordBUZZz schreibt:

    Bin ich die Einzige, die diese hyperfröhlichen Maskottchen eigentlich gruslig findet? Ich habe kein Problem mit Clowns, aber definitiv mit diesen „Wahrzeichen?“

    Regen und Nebel sind das beste Wetter für Friedhöfe! Und in Anbetracht dessen, dass ich eh ein riesen Fan von Gräbern bin freue ich mich immer über Bilder. Zumal, Friedhöfe aus außereuropäischen Ländern meist noch interessanter sind. Nach einiger Zeit können selbst Grabsteine langweilig werden. Mir gefällt bei diesem besonders die Umgebung, sieht ein wenig verwunschen aus.

    Kurze Frage, wie sehr musstest du die zusammenquetschen um in die Wanne hinein zu passen? oder bist du gar nicht so groß? Ich glaube ich habe dir diese Frage schon einmal gestellt….

    Gefällt 1 Person

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