#75 Tag 17 kaiserliche Residenz in Kyoto

Da ich mich in drei Wochen um die Zeit schon auf meiner Japanreise 2017 befinde, will ich versuchen euch vorher noch alle Tage der Reise 2015 um die Ohren zu knallen.

Am Tag 8 der Reise hatten wir ja bereits versucht den Kaiserlichen Palast zu besichtigen und sind gescheitert. Doch am 17. Tag dem 07.09.2015 fuhren wir erneut nach Kyoto und es sollte uns gelingen.

Wir machten uns an diesem Tag zeitig auf nach Kyoto, damit auch nichts schief gehen konnte. In Kyoto angekommen gingen wir direkt zur kaiserlichen Residenz in das kaiserliche Hofamt, um unseren Passierschein zu beantragen. Nachdem wir alles ausgefüllt hatten, bekamen wir den Passierschein und begaben uns zum Starttreffpunkt der Führung.

 

Die Kaiserfamilie, deren Symbol, die Chrysanteme, überall in der Residenz zu finden ist, ist schon vor langer Zeit in die viel größere kaiserliche Residenz in Tokyo umgezogen. Daher ist die Residenz in Kyoto zu beschitigen. Die Führung gibt es in Japanisch und Englisch. Wir haben uns natürlich für die englische Variante entschieden. Die Führung ist übrigens völlig kostenlos und geht über eine Stunde.

Zuerst sehen wir uns die ganzen Gebäude an. Dabei lernen wir, dass es je nach sozialem Stand verschieden Audientzwarteräume gab. Der Stand ist an der Farbe der Streifen zwischen den Tatami-Matten zu erkennen.

Außerdem lernen wir, dass der Kaiser gleichzeitig auch oberster Schintoprister ist und deshalb der innere Teil des Palastes rot, wie ein Schintoschrein, gestrichen ist. Das hält böse Geister fern.

Nachdem wir uns alle Gebäude angesehen hatten, gingen wir in die beiden Gärten der Residenz. Diese sind wirklich sehr schön. Ich habe versicht ein paar schöne Bilder zu machen. Das war nicht immer leicht, weil wir viele Leute bei der Führung waren. Auf einem der unteren Bildern könnt ihr die vielen Leute sehen.

Die Plätze auf den Fotos durften zum Glück nicht betretten werden und waren daher sehr gut für schöne Fotos geeignet.

Kurz vor dem Verlassen der Residenz konnte ich noch ein Bild vom kaiserlichen Getränkeautomaten (eingentlich ein ganz normaler Getränkeautomat innerhalt der Residenz) machen.

DSCN1708

Nachdem wir die kaiserliche Residenz verlassen hatten, gönnten wir uns ein leckeres Eis und liefen ein wenig durch den Park um die Residenz und Kyoto. Dabei entdecken wir in einer Einkaufsstraße einen kleine buddhistischen Tempel, den wir uns kurz ansahen.

Da der Tag noch jung war, entschlossen wir uns den berümten Bambushain in Arashiyama anzusehen. Wir fuhren also mit dem Bus nach Arashiyama. Leider hatten wir die frühe Dämmerung in Japan unterschätzt und kamen erst im Dunkeln dort an. Wir hatten Bilder von beleuchtetem Bambus imInternet gesehen und gingen trotzdem zum Hain.

Dort stellten wir fest, dass es keine Beleuchtung gibt. In der Finsternis gab es dort nichts zu sehen und es war auch weit und breit niemand außer uns. Dachten wir zumindest. Denn im Dunkeln an einer Karte der Region trafen wir auf zwei Americaner.

Nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass die beiden den selben Plan gehabt hatten und nun nach einem Rückweg nach Osaka suchen, weil dort ihr Hotel war. Da wir wusten wie wir zurück kommen würden, schlossen sich die beiden uns an. Über einen verlassenen Bahnhof fuhren wir zurück nach Osaka.

Zurück in Osaka trenten wir und nicht gleich wieder, denn wir hatten und wärend der Zugfahrt zum Okonomiyaki essen verabredet. Ich liebe Okonomiyaki. Als wir gespeist hatten überlegten wir, wie wir den Abend ausklingen lassen können und entschieden uns für unser die Space Station. Dort gab es ein paar Bier und einige Runden auf irgendeiner der dortigen Konsolen.

Spät abends haben sich unsere Wege dann getrennt und wir sind zurück zu unserem Hotel. Trotz (oder gerade wegen) des kleinen Bambushain-Fehlschlags war der Tag sehr gelungen.

 

Habt ihr euch die kaiserliche Residenz in Kyoto schon angesehen? Hattet ihr auch schon unverhoffte Begegnungen in Japan oder einem andern Land?

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3 Gedanken zu “#75 Tag 17 kaiserliche Residenz in Kyoto

  1. wordBUZZz schreibt:

    Die kaiserliche Residenz mutet schon sehr schick an, aber was will man auch bei einem Zuhause eines Oberhauptes erwarten? Ich garantiert keinen Getränkeautomaten 😀

    Das Eis sieht sehr interessant aus, was ist das genau. So ähnlich wie unser deutsches Eissandwisch?

    Und der Bambushain ohne licht wäre mir auch zu unheimlich gewesen… Egal wie umzäunt der gewesen wäre.

    Gefällt 1 Person

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