# 73 Zwei Tage Straßburg

Vom 24.06. bis 02.07. hatte ich seit fast einem Jahr mal wieder eine zusammenhängende Woche Urlaub. Diese verbrachte ich bei meiner Freundin in Heidelberg.

Was wir zusammen in Heidelberg erlebt haben, berichte ich euch vielleicht demnächst. Heute geht es aber um unsere Erlebnisse am Mittwoch (28.06.) und Donnerstag (29.06.) der Woche. Das Besondere ist, dass nicht ich euch davon berichte, sondern dies der erste und hoffentlich nicht letzte Gastbeitrag auf meinem Blog ist. Natürlich ist der Beitrag von meiner Begleitung nach Straßburg, meiner Freundin.

Also viel Spaß beim Lesen!

 

> Start Gastbeitrag <

 

Vive la France…

Für zwei Tage waren Thomas und ich erstmalig in Straßburg, einer französischen Stadt nicht unweit der Grenze zu Deutschland. Wir hatten uns natürlich nicht zufällig dorthin verirrt, sondern waren auf kulinarischer Entdeckungstour, da Straßburg als Hochburg für elsässische Küche gilt.

Gesagt getan, ging es am Mittwochmorgen mit Flixbus und Verspätung auf ins bis dato noch unbekannte Land. Wir sollten innerhalb der nächsten 48 Stunden mehr über Frankreich lernen als uns lieb ist…

Die Fahrt von Heidelberg verlief unspektakulär und mit circa zwei Stunden angenehm kurz. Nur als wir angekommen sind, mussten wir feststellen, dass der Fernbusbahnhof wider Erwarten nicht am Hauptbahnhof parkt, sondern ein paar Kilometer weiter südlich. So folgte zunächst eine kleine Odyssee mit abfotografierter Karte und zu Fuß durch die Altstadt Straßburgs auf der Suche nach dem Schlüssel zu unserer Airbnb-Wohnung. Etwas verständlicher ausgedrückt, wir gingen zum Büro unserer Gastgeberin, die den Hausschlüssel an der Rezeption hinterlassen hat, und holten ihn gegen 14 Uhr ab.

Mit Schlüssel und richtigen Stadtplan ausgestattet, den zweiten Gegenstand haben wir uns gegen einen kleinen Obolus (1,50 EUR) an der Touristeninformation besorgt, ging es dann zügig zu unserer Unterkunft. Diese befand sich etwa fünfzehn Minuten außerhalb des Stadtzentrums. Dort angekommen wurden wir zunächst von zwei weiteren Hausbewohnern begrüßt, Nala und Simba, die zwei Katzen unserer Gastgeberin. Sehr zahme und schmusebedürftige Mitbewohner!

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Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten und die Wohnung ein bisschen erkundet haben, ging es schnurstracks mit zur Verfügung gestellten Fahrrädern wieder ins Stadtzentrum. Dort angekommen, haben wir einen ausgiebigen Sparziergang durch die Stadt gemacht. La Petite France, Notre-Dame, und die Altstadt selbst standen auf unserer „must-see“-Liste.

Straßburg hat sich hierbei als eine charmante Stadt entpuppt, die eine wunderschöne Altstadt besitzt mit altehrwürdigen Fachwerkbauten, Erholungsanlagen und unzähligen Restaurants, die die regionale Küche anbieten. Von vielen Seiten wurde uns das Stadtviertel Petite France empfohlen, um uns einen ersten Eindruck von der elsässischen Küche zu verschaffen. Und so gab es am ersten Abend leckeres Sauerkraut mit einer Vielfalt von Fleischsorten (Choucroute garnie) und Flammkuchen (Tarte flambée). Wir wurden nicht enttäuscht. Das Essen war deftig, herzhaft und eine feine Mischung zwischen französischer und deutscher Küche.

Am zweiten Tag ging es mittags wieder in die Stadt auf Entdeckungstour. Diesmal wurde die Notre Dame Straßburgs mit ihren 330 Stufen erklommen – Eine sehr beeindruckende Kathedrale, die man bis zur mittleren Ebene betreten konnte. Die Aussicht von oben über die Stadt war atemberaubend und auch der Bau selbst zeugte von architektonischem Geschick und einer langen Geschichte. Ein Besuch lohnt sich meiner Meinung auf jeden Fall und war mit 5 EUR durchaus erschwinglich. Da wir uns zudem zu einer Zeit für den Aufstieg entschieden haben, bei der die meisten Franzosen und Touristen Mittag essen, konnten wir die Kathedrale sehr ungestört erkunden.

Das sollte uns im Nachhinein aber noch einiges Kopfzerbrechen bereiten…

Nachdem die Kathedrale gegen 14 Uhr bezwungen wurde, haben wir uns auf die Suche nach einer netten Lokalität gemacht, in der wir wieder eine regionale Spezialität probieren können. Aber wie sich herausgestellte, haben die dortigen Brasserien und Restaurants sehr klare Zeiten, in der warme Mahlzeiten angeboten werden. So speist man hier zwischen 12:00 – 14:00 Uhr  und 18:00 – 22:00 Uhr. Nach langer Suche haben wir aber ein Lokal gefunden und so gab es am letzten Tag in Straßburg leckere Frikadellen nach Elsässer Art (Fleischkiechle) und Kräuterquark mit Schinken (Bibbeliskäs). Ende gut, Magen voll.

Gestärkt begaben wir uns noch ein letztes Mal zu unserer Unterkunft mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um unser Gepäck abzuholen. Und so konnten wir den französischen Verkehr noch einmal in seiner Vollkommenheit genießen. Denn einen Punkt habe ich bisher noch nicht erwähnt in meinem kleinen Betrag, so ist die französische Straßenverkehrsordnung eher eine Richtlinie. Rote Ampeln werden gekonnt übergangen, Radfahrer schlängeln sich mehr oder weniger geschickt durch die Menschenmassen und man fragt sich als Tourist teilweise schon, wie das alles in einer so geschäftigen Stadt funktionieren kann. Es geht, auch wenn Thomas und ich uns daran gewöhnen mussten, dass Fußgängerampeln mehr Schein als Sein sind.

Wir hatten auf jeden Fall eine sehr schöne gemeinsame Zeit in Straßburg.

 

> Ende Gastbeitrag <

 

Damit wisst ihr über die kleine Reise nach Straßburg Bescheid. Ich bedanke mich für den Gastbeitrag und freue mich auf weitere.

Auch Gastbeiträge von Lesern kann ich mir vorstellen. Meldet euch einfach, wenn ihr Lust darauf habt.

 

Wart ihr schon mal in Straßburg? Was haltet ihr von Gastbeiträgen?

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Ein Gedanke zu “# 73 Zwei Tage Straßburg

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