#56 Tag 14 Erdbebenmuseum in Kobe

Heute berichte ich euch vom Tag 14 meiner Japanreise, am 04.09.2015. Es sollte uns ein zweites Mal nach Kobe verschlagen. Diesmal aber nicht zum Koberind essen, sondern um uns das Erdbebenmuseum anzusehen.

Wir fuhren also nach einem reichhaltigen Frühstück das kurze Stück nach Kobe und direkt zum Erdbebenmuseum. Eigentlich war die Strecke viel zu kurz für unseren Japan Rail Pass, aber es hat sich gelohnt.

Das Museum ist ein riesiger Glasbau und erinnert an das große Erdbeben welches 1995 einen Großteil der Stadt zerstörte und über 4.500 Menschen das Leben kostete. Auf drei Etagen sind jede Menge Informationen über das Beben untergebracht.

Wir bezahlten den Eintritt und traten in einen großen Raum mit weißen sehr unebenen Wänden und Stangen zum festhalten. Dann wurde es dunkel und an den Wänden wurden Videos von einstürzenden Gebäuden gezeigt. Dazu gab es die passende Geräuschkulisse und zusätzlich vibrierte noch der Boden. Das ganze ging bestimmt 10 bis 15 Minuten und vermittelte eindrucksvoll die Gewalt und die Zerstörungskraft die so ein Erdbeben hab.

Danach ging es in die Ausstellungsräume, in denen es Infotafeln, Modelle, Videos und vieles mehr gab. Zusätzlich zu dem ganzen Infomaterial gab es auch noch freiwillige meist ältere Guides, die einem Fragen beantworteten. Und das nicht nur auf Japanisch, sondern auch auf Englisch.

Wir kamen mit einem sehr netten Englisch sprechenden älteren Herrn (Guide) ins Gespräch und am Ende bekamen wir eine Art Privatführung von ihm. Er erklärte uns alles über das Beben, die Schäden, die Versorgung nach dem Beben, den Wiederaufbau und erdbebensicheres Bauen.

Es gab einen Bereich in dem es jede Menge Versuchsaufbauten gab. Diese waren eigentlich für Schulklassenbesuche, aber der nette Guide zeigte uns alles und hatte sichtlich Spaß daran. Wir lernten darüber wie die Tiefe des Epizentrums und die Amplitude die Stärke des Bebens beeinflusst und was Bodenverflüssigung ist. Das alles war sehr interessant und machen den Besuch des Museums sehr lohnenswert.

Nachdem wir mit dem Museum fertig waren, gingen wir noch in ein Einkaufszentrum und schlenderten durch Kobe. Dabei entdecken wir eine riesige Statue. Die 18 Meter hohe Statue stellt Tetsujin 28, aus dem gleichnamigen Manga, dar und soll den Wiederaufbau Kobe´s nach dem Beben symbolisieren. Sehr beeindruckend.

Nachdem wir die Größe von Tetsujin auf uns wirken lassen haben, machen wir uns auf den Weg zurück nach Osaka und in unser Hotel. Dort Gab es dann ein leckeres Abendessen und ein wohlverdientes Feierabendbier.

Dann war es für uns an der Zeit ins Bett zu gehen und am nächsten Tag die längste Zugfahrt unserer Reise zu unternehmen.

 

Habt ihr schon mal von dem großen Beben 1995 in Kobe gehört? Kennt ihr Tetsujin 28?

 

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3 Gedanken zu “#56 Tag 14 Erdbebenmuseum in Kobe

  1. Tara schreibt:

    Das Museum hört sich sehr interessant an. Ich finde sowieso, dass man, wenn man sich länger in Japan aufhält, jede Chance nutzen sollte, sich über Erdbeben und Naturkatastrophen generell zu informieren.
    Zumal ja das „Große Erdbeben“, das erwartet wird, mittlerweile mehrere Jahre überfällig ist. Etwas beängstigend ist das schon, gerade wenn man plant, in naher Zukunft überzusiedeln ^^

    … und Asahi Feierabendbier hört sich für mich nach einem perfekten Abschluss des Tages an 😉

    Gefällt 1 Person

    • einjahrjapan schreibt:

      Dass das nächste große Beben schon überfällig ist, darf ich niemanden aus meiner Verwandtschaft erzählen, sonst lassen die mich nicht für ein Jahr nach Japan gehen. 😉
      Ich kann einfach hoffen, dass es nicht in dem einen Jahr passiert in dem ich da bin. Du willst aber auf unbestimmte Zeit nach Japan, oder? Da wird die Wahrscheinlichkeit dann immer höher.
      Aber ich hoffe wir erleben es beide nicht.

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      • Tara schreibt:

        Geht mir genauso. Wenn meine Eltern zu oft mit dem Thema Erdbeben in Japan konfrontiert werden, dann kommt gleich Unruhe auf, haha 🙂
        Bei mir geht es für unbestimmte Zeit rüber, ja. Von daher wird mir das vermutlich nicht erspart bleiben, aber man kann ja hoffen! 🙂

        Gefällt 1 Person

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