#40 Tag 10 Burg von Himeji – erste Originalburg

Kurz vor Weihnachten erzähle ich euch noch schnell vom Tag 10 meiner Japanreise, dem 31.08.2015.

Nachdem wir mit Kyoto und Kobe immer nur einen Katzensprung von Osaka entfernt waren, sollte es am 10. Tag ins 80 km entferne, leider etwas verregnete Himeji gehen, um uns die berühmte Burg von Himeji anzusehen. Ich bin ein großer Fan von Burgen und war dementsprechend gespannt.

Zuerst holten wir uns aber an einem Schalter am Bahnhof von Osaka unseren Sanyo San’in area pass. Das ist ein Japan Rail Pass für ein bestimmtes Gebiet. In unserem Fall der Westen Japans. Damit konnten wir für etwa 140 € sieben aufeinander folgende Tage jeden Zug der JR in unserem Gültigkeitsbereich nehmen.

Mit unserem Sanyo San’in area pass in der Tasche fuhren wir mit dem Shinkansen, dank Spitzengeschwindigkeit von fast 300 km/h, in einer halben Stunde die 80 km nach Himeji. Shinkansen fahren ist wie Flugzeug fliegen nur ohne abzuheben.

In Himeji regnete es und wir waren froh unsere Regenschirme dabei zu haben. Vom Bahnhof aus konnte man schon die mit dichten Regenwolken verhangene Burg von Himeji sehen. Wir näherten uns der Burg durch eine trockene Einkaufspassage bis wir nicht mehr weit entfernt waren. Als wir die abgebildete Brücke überquerten, fing es dann an wie aus Eimern zu schütten und wir suchten, wie einige andere auch, unter dem Tordach hinter der Brücke Zuflucht.

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Dort verharrten wir etwa 10 bis 15 Minuten, bis das schlimmste vorbei war. Komplett aufgehört zu regnen hat es übrigens den ganzen Tag nicht.

Mit der Überquerung der Brücke hatten wir das riesige Burggelände von Himeji betreten. Das ganze Areal ist vollständig erhalten, denn Himeji ist die größte der 12 noch original erhaltenen Burgen Japans und nicht um sonst Weltkulturerbe. Die Burg von Himeji wurde im 17. Jahrhundert gebaut und wird wegen ihrer weißen Wände und Dächer auch „Burg des weißen Reihers“ genannt. So wie die Burg heute steht wurde sie 1618 fertiggestellt. Von 2010 bis März 2015 wurde die Burg renoviert. Zum Glück waren wir erst nach März 2015 dort, sonst hätten wir die Burg nicht fertig bestaunen können.

Um zum Hauptturm zu gelangen muss man durch einige Tore treten, da das Burggelände aus mehreren Mauerringen besteht und sehr weitläufig ist. Ich habe die Anzahl der Tore nicht gezählt, die wir passieren mussten um den Hauptturm zu erreichen, aber es waren einige. Auf den Bildern könnt ihr aber zumindest die sehen von denen ich Fotos gemacht habe.

Ebenfalls auf einem der Bilder zu sehen ist eine gut beschäftigte Regenrinne. Davon gibt es jede Menge auf dem Burggelände. Von den Erbauern wohl in weiser Voraussicht auf den nächsten Taifun gebaut.

Wir hätten uns noch viel länger mit dem Erkunden des Burggeländes aufhalten können, aber der Regen drängte uns dazu zügig in den trockenen Hauptturm zu gelangen. Darin mussten wir uns die Schuhe ausziehen und in ein Regal stellen. Am Eingang gab es auch einen Regenschirmüberzieher, damit man nicht alles nass tropft.

Die Burg ist nicht nur von außen sehr eindrucksvoll, sondern hat auch von innen einiges zu bieten. Hier kann man die beeindruckende Holzkonstruktion der Burg an einem Modell, original Räume und Geheimverstecke sehen. Es gibt schwere Türen, glatte Holzböden und steile Treppen zwischen den fünf Etagen der Burg.

Während wir uns über die steilen Treppen immer weiter nach oben bewegen, sehen wir einen Mann, der mit einem Wischmopp herumwuselt und sofort jeden Tropfen Wasser aufwischt, der irgendwo von den nassen Klamotten der Leute tropft. Ganz oben angekommen, hat man eine tolle Aussicht über das Burggelände und die Stadt. Außerdem steht ganz oben auch ein kleiner Schrein um zu den Göttern zu beten. Wahrscheinlich um sie um einen sicheren Abstieg über die steilen Treppen zu bitten 🙂

Nachdem wir uns oben lange genug umgesehen haben, stiegen wir wieder nach unten, zogen unsere Schuhe an und machten uns auf die Stadt etwas zu erkunden. Wir gingen durch die Einkaufsstraße, die wir zur Burg genommen hatten und Marcel kaufte sich neue Schuhe, weil er in den alten nicht mehr laufen konnte.

In der Einkaufsstraße gab es eine Tierhandlung, wo die Tiere am Schaufenster ausgestellt wurden. Besonders glücklich sahen die kleinen Hunde in ihren teilweise dreckigen „Ausstellkästen“ nicht aus. Zum Glück gibt es so etwas in Deutschland nicht. Die Preise sind übrigens nicht ohne. Zu der Zeit waren 98.000 Yen etwa 730 Euro.

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Irgendwann wurde es auch wieder Zeit etwas leckeres zu futtern. Die Wahl fiel heute auf ein superleckeres Tonkatsu, eine Art extra kross paniertes Schnitzel mit Reis und Misosuppe. Dazu gab es Bier und Tee.

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Nach unserer Stärkung traten wir die Rückfahrt an und eine halbe Stunde später waren wir auch schon wieder in Osaka. Da der Abend noch jung war, entschieden wir unsere neue Lieblingskneipe, die Space Station aufzusuchen. Dort gab es dann ein zwei Tagesabschlussbierchen und eine Runde Mario Card auf dem Super Nintendo (der einzig wahren Konsole!!!). Irgendwie kam ich mit einem Japaner ins Gespräch und wir spielten Street Fighter auf dem Super Nintendo. Und obwohl der Japaner völlig betrunken war und nach jedem Kampf versuchte mir die guten Kombos zu zeigen, um ihn zu besiegen, verlor ich absolut jeden Kampf.

Auf die vielen Niederlagen gab es dann noch ein Bier und dann machten wir uns auf den Weg ins Hotel, um am nächsten Tag unser Kulturprogramm fortzusetzen. Es sollte in eine weitere ehemalige Hauptstadt Japans gehen.

Seit ihr, wie ich, ein Fan von Burgen, egal ob japanisch oder europäisch? Was haltet ihr vom Ausstellen der Hunde im Schaufenster?

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2 Gedanken zu “#40 Tag 10 Burg von Himeji – erste Originalburg

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